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 Neues auf einen Blick
 
 

 

Eintrag: 03.05.2013; 13:25 Uhr

 

2013 wuchs die Capital-Grappling-Challenge zu nie da gewesener Größe auf. Mit knapp 100 Kämpferinnen und Kämpfern kam unser Freund Gonzo am Samstag, 20.04.2013 mit den Planungen und Räumlichkeiten auch an seine Grenzen trotz überaus großzügigen Voraussetzungen im Dojo auf der Hirtestraße 31 in Berlin-Köpenick. Fight2gether machte sich mit (leider) nur zwei Kämpfern auf den Weg, um wie immer dabei zu sein. Schöni und Tolja vertraten unser Team würdig - und dies bei einer aufgrund der Dauer sehr anstrengenden Veranstaltung. Schon gegen 12 Uhr begannen die Kämpfe und ohne Pause wurde bis 19.30 Uhr durchgekämpft. Und das trotz der verkürzten Rundenzeit von nur 5 Minuten und 2 Minuten Nachkampfzeit. Es waren hervorragende Partien zu sehen, viele alte Freunde haben uns begrüßt und zahlreiche neue Gesichter schmückten die Challenge.

 

Tolja trat mit gut 101kg in der Gewichtsklasse über 100kg an und war damit der "Leichteste". Für ihn gab es 4 Opponenten, es wurde Jeder gegen Jeden gekämpft. Zwei Mal konnte Tolja den Fight durch submission-Beintechniken für sich entscheiden, zwei Mal wurde mit Kampfrichterurteil gegen ihn gewertet. Damit landete er auf einem guten 3. Platz, hatte 4 Kämpfe und keinem der Gegner gelang es ihn zur Aufgabe zu zwingen. Bestenfalls saß man die Kampfzeit auf unserem Tolja aus. In der Mount-Position ohne wirklich erkennbare Angriffsabsichten ist es für den mit 20 bis 30kg Mehrgewicht unten fixierten Tolja schwer den Stab zu wenden. Insofern kann man mit der Platzierung sehr zufrieden sein.

 

Schwer hatte es wie immer unseren Schöni getroffen. Mit 75,2kg war er der Leichteste in der Gewichtsklasse bis 80kg, hatte wohl doch zu gut gefrühstückt... Er hätte noch die 200g abschwitzen dürfen, wollten wir aber nicht. Ich denke Schöni ist für sein Gewicht sehr kräftig und muss die etwas schwereren Jungs nicht fürchten. Wenn andere gegen ihn gewinnen liegt es zumindest nicht an mangelnder Körperkraft. Schwer hatte er es wegen der Anzahl - 32 Gegner! Auch wenn man dank des Poolsystems nicht gegen alle antreten muss, so sind doch 6 oder 7 Kämpfe für eine Platzierung sehr anstrengend! Schöni's erste Partie ging gleich gegen den späteren Endsieger. Nach guten Angriffen und einigen Verteidigungen musste er jedoch in der Regelkampfzeit aufgeben. Zwei weitere Kämpfe konnte er für sich entscheiden, in einem vierten Kampf unterlag er dann wieder. Damit konnte er sich leider nicht auf's Treppchen platzieren. Sehr gefreut habe ich mich jedoch, dass Schöni erstmals zu einer wichtigen Veranstaltung seinen größten Gegner bezwungen hat - sein eigenes Ego. Ohne rumzumotzen oder abzukotzen hat er seine Niederlagen hingenommen - ich freue mich über diese Entwicklung! Klar ist es schöner zu gewinnen, aber so wie er unterdessen kämpft, muss er sich auch nicht verstecken!!!

 

Nach Hause ging es dann über den McDonald am Adlergestell. Unsere Berliner Freunde hatten wegen der anstehenden Verbandsgründung am folgenden Sonntag keine Zeit mit zum Portugiesen zu gehen und allein wollten wir dann auch nicht. Wie immer war es aber ein sehr, sehr schöner Tag in der Bundeshauptstadt!

 

shuruh

 


 

Eintrag: 08.12.2012; 15:15 Uhr

 

Zu Runde Nummer 32 rief Wolf am 01.12.2012 in seine Hallen zu MMA-Berlin. Gern sind wir dem Aufruf gefolgt, Jonny's 14. MMA-Kampf stand ins Haus. Diesmal ging es recht zeitig los, wir mussten bereits 11 Uhr zur Waage erscheinen. Wie immer war Jonny gewichtsfest, bis 80 kg waren vereinbart, 76,4kg wog unser JonBo. Nach Amateurregeln wurden 2 Runden zu 5 Minuten vereinbart. Als Mainevent war Jonny die letzte Paarung, so dass noch einige Zeit zum Zuschauen und Mitfiebern blieb. Das Turnier zeichnete sich wieder durch interessante Kämpfe aus, das Publikum muss man ebenfalls loben. Immer fair wurden auch gute Aktionen von Gästen und Gegnern der MMA-Kämpfer beklatscht, so macht Kampfsport Spaß!

 

Jonny trat in der blauen Ecke nach kurzer Rücksprache mit der roten Ecke nicht mit seinen eigenen MMA-Wettkampfhandschuhen an, sondern nahm auf Bitten die gleichen dicken Exemplare wie sein Gegner. Der Kampf ging dann in der ersten Runde recht dynamisch los, verkeilte sich jedoch schnell in Positionssicherung - erst im Stand in der Ecke, dann am Boden. Eine wirkliche Überlegenheit konnte ich bei keinem der beiden Kämpfer ausmachen, bei unparteiischer Bewertung würde ich jedoch meinen, die Runde ging wegen Dominanz an den Gegner, auch wenn unser JonBo nicht wirklich in Gefahr war.

 

In der Pause konnte ich meinem Leistungsträger kaum Hinweise an die Hand geben. Ich empfahl weiter den Bodenkampf zu suchen, denn überzeugende Sicherheit am Boden hatte ich bis dahin beim Gegner nicht ausgemacht. Außerdem viel mir auf, dass die Deckung vor dem Kopf unten offen ist, ein Aufwärtshaken mitten durch dürfte seine Wirkung nicht verfehlen. Die zweite Runde begann mit einem sehr schnellen Schlagabtausch. Beide hatten Kraft gesammelt und wollten die Entscheidung. Nach einem ordentlichen linken Schwinger zum Kopf wankte der Gegner nach vorn, die Deckung hatte wieder die angesprochene Öffnung und Jonny führte einen astreinen rechten Aufwärtshaken zum Kinn, was den Gegner unsanft erdete. Ohne gelegentlich geschehenes Zögern, stürzte sich JonBo auf den liegenden Kontrahenten und setzte zu ground-and-pound an, was durch den Kampfrichter völlig korrekt sofort abgebrochen wurde. Wieder einmal zeigte Jonny seine Klasse und holte den Sieg in der 2. Runde nach nur 14 Sekunden für fight2gether nach Dresden!

 

Einige der Kämpfe des Tages waren doch von Verletzungen geprägt, Jonny hatte noch nicht mal eine nennenswerte Schramme davon getragen. Sonst für ordentliches Nasebluten bekannt, zeugt diese Tatsache meiner Meinung nach für eine deutlich verbesserte Deckungsarbeit im Stand. Das Video des Kampfes ist unter "Bilder und Videos" der Seite von JonBo mit verlinkt.

 

shuruh

 


 

Eintrag: 08.11.2012; 15:05 Uhr

 

Unser alljährlicher Herbsturlaub auf Usedom fand diesmal erst 02. - 04.11.2012 statt. Wieder nett im Ferienhaus Mercedes in Benz untergekommen, verlebten wir auch mit durchwachsenem Wetter zu viert zwei nette Tage an der Ostsee. Der GAI JIN DO e.V. aus Ahlbeck lud zu Stand- und Bodenrunden in die Pommernhalle nach Ahlbeck ein. Leider nur wenige Sportlerinnen und Sportler folgten der Einladung, das Turnier war trotzdem schön. Mangels Konkurrenz hatten wir sogar das beste Ergebnis aller Zeiten eingefahren: 3 Kämpfer - 3 Sieger!

 

Kevin holte sich im einzigen Vollkontaktkampf den 1. Platz nach Punkten und dies trotz dass ich Punktrichter war und ob meiner Blindheit was die Trefferrate angeht gescholten wurde. In den folgenden Grapplingkämpfen konnte sich Schöni und Frank jeweils in ihren Gewichtsklassen durchsetzen und den 1. Platz belegen. Am Rande konnten sich alle neben und nach dem Turnier mit den anwesenden Sportlern in Freundschaftskämpfen messen, was reichlich genutzt wurde. Die Liebe zu mir wurde von einigen durch einen Kämpferhaufen auf mir (etwa 8 Mann) gezeigt, ich fühlte mich ordentlich geplättet. Nach gut 2 Stunden war die Veranstaltung auch schon wieder vorbei.

 

Einen schönen Kommentar des Veranstalters findet man hier. Vielleicht kommen auch noch Bilder, mal sehen wie Schöni sein Handy im Griff hat.....

 

shuruh

  


 

Eintrag: 27.08.2012; 17:25 Uhr

 

Wir gingen am Samstag, 25.08.2012 auf Einladung des TRIGOON-Dojos zu den diesjährigen Submissionals einen Monat früher als sonst an den Start. Mehr als 50 Kämpferinnen und Kämpfer traten in einer von hohem Niveau geprägten Veranstaltung gegeneinander an. Fight2gether Dresden beteiligte sich leider nur mit 2 Kämpfern, alle anderen hatten – auch wegen des kurzfristig vorverlegten Termins – leider keine freie Zeit finden können.

 

Lucas sicherte sich in nur zwei Kämpfen seinen 2. Platz, insgesamt jedoch war er unzufrieden. Einen Gegner besiegte er in nur 14 Sekunden und gegen die Erfahrung von Frank Burczynski (IMAG Berlin) kann unser Luci über gut 5 Minuten technisch interessanten Kampfes zwar gut mit-, aber noch (!) nicht gegenhalten. Schade fand er nur, dass so wenige in der Gewichtsklasse bis 95kg antraten. Gonzo kommentierte dies völlig richtig: „Ich kann auch keine Schwergewichte backen!“

 

Unser Schöni hatte in der Gewichtsklasse bis 75kg wieder alle Hände voll zu tun. In 4 Kämpfen mit nur einer Niederlage sicherte er sich verdient den 3. Platz im Pool-System gegen 11 Kämpfer. Der erste Kampf ging gleich daneben und Schöni`s Laune verfinsterte sich sofort. Aber mit jedem nun folgenden Sieg wurde er immer glücklicher, was ihn letztlich zum Fazit: „Es war wieder einmal ein schöner Tag in Berlin!“ brachte. Trotz des in letzter Zeit wegen der Arbeit doch recht seltenen Trainings, konnte Schöni eindrucksvoll beweisen, dass mit ihm in der Gewichtskasse  >>mittleres Hemd<<  gerechnet werden muss.

 

Zusammen mit unseren Berliner Freunden statteten wir dem Portugiesen einen Besuch ab. Auch wenn unser bester Esser nicht mit von der Partie war, griffen wir trotzdem ordentlich zu und haben unsere persönliche Bekanntschaft in dieser Lokalität wieder aufgefrischt!

 

Die kompletten Ergebnisse findet man hier.

 

Und was soll ich sagen? Wir haben den 3. Platz im Ranking trotz geringer Teilnahme, insbesondere unserer bewährten Platzierungsjäger, mit 15 Punkten verteidigen können! Ein Traumergebnis für unseren kleinen Haufen! Jetzt teilen wir uns zwar den Platz mit Trigoon, das ist jedoch keine Einschränkung, sondern eine ganz besondere Ehre: Mit Gonzo´s Truppe auf einer Stufe die wettkampfarme Winterzeit überstehen!

 

shuruh

 


 

Eintrag: 26.06.2012; 08:00 Uhr

 

Seit etwa anderthalb Jahren Abstinenz nahm fight2gether Dresden am Samstag, 23.06.2012 wieder einmal an einem der bekannten Inhouse-Turniere von MMA-Berlin teil. Wolf stellte eine beachtliche Fightcard von 17 Kämpfen zusammen. Es waren Damenpartien, Jugendliche, Senioren, Anfänger, Fortgeschrittene und Profis zu sehen. Die Veranstaltung war restlos ausverkauft, es wurden auch keine Ausnahmen am Einlass gemacht. Ich denke die 15 EUR für eine Eintrittskarte waren gut angelegtes Geld. Waage war um 11:30 Uhr, los ging es pünktlich 14 Uhr, kurz nach 18 Uhr waren gute 4 Stunden Kampfsportunterhaltung vom Feinsten zu Ende.

 

Jonny musste bis fast zum Schluss der Veranstaltung warten, sein Kampf war für 17:35 Uhr mit Pro-Regeln über 3 x 5 Minuten angesetzt. Mit nur 10 Minuten Verspätung ging es dann auch schon los, sein Gegner von MMA-Berlin - Yui Lange - hatte nicht ganz so viel Wettkampferfahrung wie Jonny, war aber offenbar ein hervorragender Standkämpfer. Dies wollte er auch in seiner Strategie gegen einen für den ausgefeilten Bodenkampf von fight2gether Dresden berühmten JonBo durchbringen, zahlreiche Takedown-Versuche von Jonny gingen ins Leere. Die erste Runde dominierte Jonny bereits sehr gut im Stand. Yui erhielt mehrere Treffer ins Gesicht, so dass die Nase erheblich blutete. Nach einem endlich mal gelungenen Takedown wollte Jonny mit einem gestreckten Beinhebel die Sache zu Ende bringen, sein Gegner drehte sich jedoch erfolgreich raus und ging wieder in den Stand. Eine weitere Submission-Chance ergab sich in der ersten Runde nicht, Jonny musste noch einige Lowkicks zum linken Bein hinnehmen. In der Pause kam Wolf in unsere Ecke und wollte nachsehen, wo das viele Blut herkommt. Diesmal war es aber nicht Jonny, nur sein Gegner hatte reichlich einstecken müssen.

 

Die zweite Runde startete ebenso mit einem Schlag- und Kickabtausch beider Kämpfer, bis Jonny eine rechte Gerade zum Gesicht seines Gegners durchbrachte, welche diesen unsanft rückwärts zu Boden brachte. Geistesgegenwärtig stürzte sich Jonny auf ihn, gab einige Punches aus der Mount zum Kopf von Yui und ich rief er soll Technik machen! Keine Ahnung ob er es hörte, oder einfach nur so kämpfte wie ich es liebe, jedenfalls ging er in Nord-Süd-Position und versuchte einen seiner gefürchteten Kimura zu ziehen. Dies misslang durch die Drehung des Gegners, was Jonny aber sofort für einen Übergang in die Backmount nutzte, von wo aus er dann eine astreine Mata Leon durchzog. Diese Technik brachte fight2gether den Sieg, Jonny konnte seine vereinbarte Kampfbörse in Empfang nehmen und ich war wieder einmal knapp an einem Herzinfakt vorbei gerutscht.....  Nachdem alles vorbei war und Yui`s Blut aus dem Ring gewischt wurde, stellten sich auch bei Jonny erhebliche Schmerzen im linken Oberschenkel ein. Die Lowkicks zeigten ihre Wirkung, mein armer JonBo humpelte in den McDonalds.

 

Hier geht´s zum Video.

 

shuruh

 


 

Eintrag: 03.06.2012; 22:20 Uhr

 

Wieder konnte fight2gether Dresden mit 5 Kämpfern zu einem Grappling-Event der submission-grappling-liga auflaufen. Am Samstag, 02.06.2012 fand der VIII. Preußen-Cup in Berlin statt, bei welchem sich mehr als 100 Kämpferinnen und Kämpfer im gepflegten Bodenkampf gegenüber standen. Sehenswerte Partien in allen Gewichtsklassen sowie straffe Organisation der Veranstalter brachte allen einen über 6-stündigen Spaß- und Sporttag der Superlative. Der schnellste Kampf wurde von einem Kämpfer des Achilles-Teams in 6 Sekunden auf die Matte gebracht, viele Kämpfe gingen aber ob des hohen Niveaus beider Kämpfer über die volle Distanz mit Nachkampfzeit und einer Kampfrichterentscheidung.

 

Schöni und Bummi hatten dieses Mal Pech. Trotz zweier gewonnenen Partien und nur einer Niederlage waren sie wegen der riesigen Pools in ihren Gewichtsklassen und dem schlechteren Punkteergebnis raus. Lucas und JonBo kämpften sich in 4 und 5 Kämpfen durch ihr Gegnerfeld und mussten lediglich im Endkampf eine Niederlage hinnehmen. Luci wurde in einer eher langweiligen Runde nach minutenlangem Festhalten durch den Gegner von diesem über den Arm abgehebelt. Einige solche sehr kraftbetonten Kämpfe schlauchen eben auch einen Herkules. Unseren Jonny zur Aufgabe brachte wieder Mal niemand, allein die Kampfrichterentscheidung im Endkampf fiel auf seinen Gegner für den etwas aktiveren Teil. Beide konnten sich so den 2. Platz Ihrer Gewichtsklassen sichern.

 

Das erste Mal im Wettkampf für unsere Farben dabei war Tolja. Zu Beginn des Turniers sagte er mir, dass er nun doch aufgeregt sei und hofft, nicht gleich als Erster dran zu sein. Ich konnte ihn beruhigen, es wird eigentlich nie mit der höchsten Gewichtsklasse begonnen. Dass er aber letztlich bis ganz zum Schluss warten musste, machte es ihm auch nicht leichter. Sein Gegner, ein 118kg-Hoschi und er mit 110kg Kampfgewicht waren zu schwer zum downgrade und so mussten sie eben unter sich den Sieger ausmachen. Tolja machte es genau wie im Training, schön auf die Beine gehen und nix anbrennen lassen. Der erste Versuch ging jedoch daneben. Vom Rand rief Jonny ihm zu: "Mache die Rote Armee!" Und das war das Zeichen zum Durchstarten. Tolja takelte seinen Gegner auf die Matte und zog einen Beinstreckhebel erfolgreich durch, so dass er sich nach etwa 2 Minuten den 1. Platz sicherte. Ein hervorragendes Ergebnis für das erste Mal meine ich!

 

Mit einem 1. und zwei 2. Plätzen machte fight2gether Dresden 7 Punkte und den 3. Platz der Teamwertung der Veranstaltung. So etwas gab es in der ganzen Geschichte unseres Haufens noch nicht! Wir liegen damit auf den 5. Platz des Rankings der SGL - für das kleinste Dojo Deutschlands eine außerordentliche Position. Ein Gruppenbild habe ich mit freundlicher Unterstützung eines alten Studienkameraden hier eingestellt.

 

shuruh

 


  

Eintrag: 13.05.2012; 08:10 Uhr

 

We love MMA - ein noch recht neues, aber in Berlin bereits sehr gut etabliertes Label stellte am 12.05.2012 eine Fightcard von sage und schreibe 16 Kämpfen zusammen. Die rund herum sehr gut organisierte Veranstaltung zog das Publikum aus fern und nah so reichlich an, dass das Haus restlos ausverkauft war. Im Viertelstundentakt trafen meines Erachtens sehr gut vorbereitete Sportler in sachverständig gepaarte Partien aufeinander, ein offenbar fachkundiges Publikum würdigte gute Aktionen unabhängig der Clubzugehörigkeiten. Beispielsweise zeigte uns Toni Buller, Jonny`s Gegner vom 03.03.2012 in Leipzig (siehe unten), einen spektakulären Belly to Belly Suplex über Schulterhöhe - der Saal kochte!

 

Alex Vogt, Combat Team Hamburg (Sportschule Hamburg) ging als Favorit in den als Mainevent des Abends ganz zum Schluss angesetzten Kampf gegen unseren JonBo. Mit einem seit Jahren sowohl in der Grappling-, als auch in der freefight-Welt bekannten Gesicht stand unserem Jonny ein kämpferisch gesehen großer Brocken gegenüber, auch wenn bei 76kg je Fighter eigentlich von Brocken keine Rede sein kann.... Trotz verständlicher Aufregung angesichts der auch durch den Matchmaker in ihn gesetzten Erwartungen, konnte sich Jonny ausgezeichnet konzentrieren. Seine beiden Cornerman - Schöni und Patrick - hatten insofern einen ruhigen Job. Schnell und aggressiv begonnen, konnte Alex einen sehenswerten Takedown an Jonny durchbringen, was diesen erstmal hart auf den Käfigboden zimmerte. Mit der inneren Einstellung - Jetzt zeige ich mal allen, was ich gelernt habe! - hat sich Jonny in knapp anderthalb Minuten Kampfzeit in der ersten Runde per Guillotine aus der Mount den Sieg gesichert. In der Halle herrschte erstmal erstauntes Schweigen, nur wenige haben wie ich das Tapen von Alex am linken Bein von Jonny gesehen.

 

Überschwängliche Gefühle folgten - Jonny freute sich ob des errungenen Sieges im abendlichen Hauptkampf, während Alex verständlicher Weise um Fassung rang. Sicher hätten wir bei einer längeren Kampfzeit noch zahlreiche Highlights des Kampfsportes von beiden erleben können, mir wurde aber auch so schon schwummrig genug! Es wird für mich immer schlimmer mit zugucken. Wenn fremde Kämpfer im Käfig stehen, hebt mich das nur marginal an. Ich bin so der Auflösung nahe wenn es einer meiner Jungs ist, dass ich in der Ecke keine Stütze bin. Insofern war ich froh, dass Schöni und Pati da gern einspringen. Jonny machte mich an diesem Abend wieder einmal glücklich. Er fragte mich, ob er so richtig gekämpft hätte. Man Jonny, Du hast gewonnen - das ist immer richtig! Aber ich weiß natürlich, was er mit dieser Frage meinte. Und ja - Du kämpfst so, wie ich mir das Ganze vorstelle!

 

shuruh

 


 

Eintrag: 29.04.2012; 18.45 Uhr

 

Der 28.04.2012 wurde nach GONZO´S Rechnung wahrlich ein historischer Tag! Erstmals in der Geschichte unseres gemeinsamen Strebens nach Vollkommenheit im Grappling ist es fight2gether gelungen in einer Veranstaltung mehr Punkte der SGL zu erzielen, als TRIGOON! Mit 5 Mann sind wir zur Capital-Grappling-Challange nach Berlin gefahren. Mit dutzenden Freunden haben wir einen netten Tag verbracht und abends mit dem obligatorischen Essen beim Portugiesen beendet.

 

Die Kämpfe waren wie zu erwarten von höchstem Niveau. Zwar fehlten einige Stammgäste der CGC, dies tat dem Enthusiasmus der Kämpfer und dem Klima der Veranstaltung jedoch keinen Abbruch. Schöni und Pati hatten in ihren beiden Kämpfen leider Pech. Beide verloren nach sehenswerten und zu meiner Zufriedenheit geführten Partien, so dass sie leer ausgingen. Luci und Jonny konnten mit technischem Geschick und Siegeswillen in ihren Gewichtsklassen jeweils den 2. Platz erkämpfen. Lucas dominierte seine beiden ersten Kämpfe souverän, auch wenn es nicht zum schnellsten Kampf des Turniers gereicht hat. Gegen Oli Döhring vom Team Fenriz ging es über die komplette Kampfzeit und beide Kämpfer waren am Ende ihrer Kräfte, was sich nach dem Kampfende durch gemeinsames Chillen auf der Mattenmitte äußerte. Die Kampfrichterentscheidung zugunsten von Oli war völlig korrekt, insbesondere in der Nachkampfzeit gingen die Impulse zur Kampfentwicklung viel deutlicher von ihm aus. Jonny hatte wie immer ein sehr starkes Gegnerfeld und fightete sich in spannenden und für die Zuschauer interessanten Runden in den Endkampf. Leider verlor er dann gegen seinen Gegner - sehr zum Ärger insbesondere von Jonny selbst - in nur wenigen Sekunden. Sofort in einer Nord-Süd-Würge gepackt, konnte sich Jonny nicht mehr befreien und so sein kämpferisches Niveau nicht zeigen. Irgendwie war er noch nicht ganz bereit; schade, es wäre sicher auch ein hochtechnischer Abschluss geworden.

 

Ganz besonders stolz machte mich unser Bummi! Zum ersten Mal in einem Wettkampf angetreten, dies in einem solchen kämpferischen Niveau und dann auch gleich das Treppchen betreten - alle Achtung! In seinen ersten Kampf musste er zwar in einem gestreckten Beinhebel tapen, dies jedoch erst nach fast der gesamten Rundenzeit und nicht ohne seinen Gegner mehrfach besonders mit Bein- und Fußhebeln in Bedrängnis gebracht zu haben. Den zweiten Kampf fuhr Bummi dann sicher ein, im dritten Kampf gegen Ulf Fritzmann konnte er nach erst anderthalb Jahren Training technisch noch nicht mithalten. Mit einem 3. Platz erzeugte Bummi unter den angetretenen Teams die am häufigsten getuschelten Fragen: "Wer ist denn das?" und "Zu wem gehört der denn?" Selbstverständlich gab ich gern Auskunft.....

 

shuruh

 


 

 

Eintrag: 06.03.2012; 15.55 Uhr

 

Und wieder konnte unser JonBo sein technisches und kämpferisches Können unter Beweis stellen. Im Rahmen der Tattoo-Expo 2012 in der Messestadt Leipzig erhielten wir, wie auch schon 2011, eine Einladung zum Showteil am Samstag, 03.03.2012 ab 22 Uhr. Ein großes und ganz herzliches Dankeschön dafür an unseren guten Freund GONZO vom Trigoon-Dojo in Berlin-Köpenick. In 4 Paarungen wurden MMA-Kämpfe und ein K1-Kampf in den Ring gebracht. Das sehr interessierte Publikum der Tattoo-Convention verfolgte aufmerksam das Geschehen, am Ring war kein Durchkommen mehr.

 

Eine von Anfang an sehr schnelle und technisch hochwertig geführte Partie mit seinem Gegner, Toni Buller aus Berlin forderte von Jonny die volle Konzentration. Toni eröffnete gleich im Standup mit zwei Highkicks ganz dicht am Kopf von Jonny vorbei. Nur Jonny`s blitzschnelle Ausweichreaktionen verhinderten den möglicherweise verheerenden Einschlag. Nach einer knappen Minute hatte Jonny seinen Gegner in einem Guillotine-Ansatz, wurde jedoch in der Ringecke durch Toni aus dem Stand auf den Boden geslamt. Nicht perfekt geschlossen entschied sich Jonny trotzdem kräftig weiter zu ziehen, was Toni nach nur wenigen Sekunden des Guillotinierens zur Aufgabe zwang. So schnell wie der Kampf begann, endete er mit einem Erfolg für fight2gether Dresden.

 

Auch wenn sich GONZO für die Rahmenbedingungen entschuldigte, im Gesamtpaket und angesichts der Tatsache, dass es sich um keine professionelle Kampfsportveranstaltung handelte, kann man durchaus zufrieden sein. Verpflegung und Börse stimmten, das eigentliche Ausstellungs- und Messeprogramm war interessant (wahrscheinlich weil eigentlich überhaupt nicht mein Lebensstil) die nicht vorhandene Dusche konnte mit Deo hinreichend kompensiert werden.....

 

 

shuruh

 


 

Eintrag: 19.02.2012; 10:40 Uhr

 

Nun gibt es gleich zwei Veranstaltungen auszuwerten. Zum einen nahmen wir mit großer Delegation am 21.01.2012 wie jedes Jahr am Neujahrs-Irikumi, welches sich schon zum 10. Male jährte, teil. Zum anderen vereinbarten wir kurzfristig eine "Offene Matte" am 18.02.2012 bei unserem langjährigen Freund GONZO in Berlin-Köpenick.

 

Das Stand-Training in Halle im Januar war noch besser besucht, als die Jahre vorher. Es hat sich wohl rum geschwiegen, wie man so sagt. Geschätzte 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilten sich die dann schon an ihre Grenzen kommende Hallenfläche zum 3-Minuten/1-Minuten Sparring. Das Ganze ging über ca. 50 Runden, solche crags wie Jonny zogen das auch am Stück durch. Ebenso durchziehen hätte wollen und sicher auch können unser Patrick. Leider kassierte er schon nach wenigen Runden einen Kniestoß ins Gemächt, so dass er schwer zu Boden ging, sich übergeben musste und letztlich mit einem über das Doppelte der Normalgröße angeschwollenem rechten Hoden und reichlich Schmerzen durch den Rettungsdienst ins Uni-Klinikum in Halle verbracht werden musste. Bis zum darauf folgenden Dienstag stationär und anschließend noch längeren Zeit zu Hause krankgeschrieben, ist erstmal kein Training mit ihm drin. Gestern hat er sich dann auch noch auf dem Glatteis mit dem Fahrrad gestreckt und das Kinn so aufgeschlagen, dass es mit 5 Stichen genäht werden musste. Wieder wird nix mit Training....  Der Rest der Truppe hatte jedoch wie immer reichlich Spaß, ein paar Fotoimpressionen habe ich hier eingestellt.

 

Die "offene Matte" ging für uns schon am 17.02.2012 mit einem Besuch des Regeltrainings bei SV 2000 in Berlin-Marzahn (Frank Gläser) los. Frank selbst kann rein zeittechnisch kaum noch das Training leiten, seitdem er Chef seiner eigenen Kfz-Werkstatt wurde. Getroffen haben wir ihn trotzdem, am Samstag zum parallel stattfindenden Kampfrichterlehrgang in Köpenick. Mit Andreas Krell und seinen Mannen, wie Peter, Philipp, Sebastian, Matze usw., hatten wir aber genauso viel Freude beim Rumrollen. Unser Frank hatte ursprünglich einen kleinen Hexenschuss (bestimmt vom vielen Arbeiten am eigenen Haus), den ich aber durch Einfüllen von Chemopharmaka in und Handauflegen auf mein babyface heilen konnte, so dass er sogar am Abend noch mitrollte. Nach dem Duschen fuhren wir gleich zu unserem Stamm- Portugiesen, wo uns bereits Bine und Gonzo erwarteten. Bei einem leckeren Abendessen ließen wir den Tag ausklingen, ursprüngliche Ambitionen der jüngeren Generation das Nachtleben im Provinzstädtchen Berlin zu testen, wurde aufgrund eintretender Mattheit und dem zu erwartenden Rumrollen am nächsten Tag doch abgesagt.

 

Die neue Trainingslocation des TRIGOON-Dojos ist mächtig herangewachsen. Bine und Gonzo sind da viel zu bescheiden, von solchen Bedingungen können andere nur träumen - und da meine ich nicht die Flächengröße und unseren Haufen. Selbst für eine Übernachtung ist jetzt alles vorhanden und der Frühstücksservice ist bemerkenswert. Gegen 9 Uhr wird geweckt und nach der Morgentoilette war auch schon das Büfett gerichtet. Mein Kommentar zu Frank war: "Uns geht es ja so schlecht!" - Ist ein Feuerwehr-Dresden-Insider, muss man nicht verstehen. - Gegen 10 Uhr ging das lockere Rollen los, etwa 30 Kämpfer nahmen über 3 Stunden die Möglichkeit des Trainings und Austausches war. Auch Dani mit ein paar seiner Jungs ist aus Luckenwalde angereist, ist für ihn ja quasi ein Heimspiel. Fotos haben wir zwar keine gemacht (Fotoapparat wieder vergessen), Eindrücke und Erlebnisse gab es dafür umso mehr. Nach einem kleinen Mittagssnack bei McDonald ging es auf die Rückreise. Alle meine Helden schliefen die Rückfahrt wie immer tief und fest, nur Frank war wach und unterhielt mich beim Lenkraddrehen.

 

shuruh

 


 

Eintrag: 18.10.2011; 22:10 Uhr

 

Der Usedom-Cup feierte in diesem Jahr schon sein 10. Jubiläum und wir trafen uns am Wochenende 14. - 16.10.2011 in bewährter Tradition im Seebad Ahlbeck zum Wettkampf im Grappling. Leider waren nicht allzu viele Vereine angereist, die Polen haben komplett abgesagt, so dass sich das Gegnerfeld in Grenzen hielt. Nichts desto trotz hatten wir ordentlich Spaß! Besonders ist die 75kg-Klasse hervorzuheben. Mit unserer "Neubesetzung" Georg Sabauri gelang es uns erstmals spektakulär trotz der relativ guten Besetzung der Pools alle Plätze des Siegertreppchens zu belegen! Georg sicherte sich in einem spannenden Endkampf gegen Private den Platz 1,  Private landete nachdem Georg in der Nachkampfzeit die Mount einige Sekunden behauptete durch Auspunkten auf Platz 2 und Schöni konnte sich mit zwei Siegen gegen fremde Kämpfer und nur einer Niederlage gegen unseren Private den 3. Platz erkämpfen. Mehr ist glaube ich kaum zu erreichen bei unserer dünnen Personaldecke! Frank sicherte sich nach einem spannenden Kampf gegen Dirk aus Berlin in der +81kg-Klasse den 2. Platz. Eine von ihm angesprungene Guillotine wurde völlig regelkonform in der 2-minütigen Nachkampfzeit als Wurf seines Gegners gewertet, so dass er ausgepunktet wurde. Eigentlich Schade, denn beide können hochinterssantes Grappling zeigen. Fazit der Veranstaltung: Klein - aber immer eine Reise wert!

 

Der Veranstalter schickte uns einen Zeitungsauszug aus der Ostsee-Zeitung, den ich dem Leser nicht vorenthalten will.

 

Bilder habe ich hier eingestellt. Selbstverständlich waren wir auch auf der Seebrücke von Ahlbeck und übernachteten wieder im Haus Mercedes in Benz. Polen musste diesmal auf uns verzichten. Wenn man nicht was Besonderes kaufen will, machen die gepfefferten Preise auf dem dortigen Markt einen Besuch unterdessen überflüssig.

 

shuruh

 


 

Eintrag: 02.10.2011; 08:10 Uhr

 

Leipzig ist derzeit eine einzige Baustelle! Nicht nur die Anfahrt gestaltete sich in Baustellen auf der A 14 kompliziert, es scheint die ganze Stadt wird momentan umgegraben. Nicht so jedoch das von uns nun schon regelmäßig besuchte Grappling-Randori der Leipziger Freunde. Gern sind wir am 01.10.2011, dem ersten Samstag des Monats Oktober, der Einladung zum gemeinsamen Rumrollen gefolgt. Erstmals hat auch Enrico, der Trainer der Gorbitzer MMA-Gruppe, auf unsere Empfehlung hin die Fahrt in die Messestadt mit zwei Mann und Freundin auf sich genommen und es sicher auch nicht bereut.

 

FrankMarco und Schöni stellten dieses Jahr das Personal für unsere Delegation aus Dresden. In Leipzig erwartete uns schon unser langjähriges, aber wegen Prüfungsstress zum Pfleger und anschließendem Umzuges nach Leipzig schon geraume Zeit nicht mehr am Training partizipierendes Mitglied Matze. So nun zu viert angetreten machte das Randori allen Kämpfern wieder enormen Spaß. Leider waren neben uns nur weitere 13 Sportler auf der Matte, so dass das Gegnerfeld überschaubar blieb. Dies tat dem Wert der Veranstaltung aber keinen Abbruch, zwei Runden mit und zwei Runden ohne GI wurden durchgekämpft. Mit jedem Sportler wurde eben drei, vier oder fünf Mal gekämpft, so lernt man sich näher kennen. Unser Matze, als schon fast als Leipziger zu rechnen, kämpfte auch gegen unsere drei anderen und konnte feststellen, dass diese gute Fortschritte gemacht haben. Nur Schöni konnte er mit einer GI-Würge besiegen. Kommentar von Schöni dazu: "Scheiß GI!". Tja, das Anzug-Kämpfen ist halt wirklich was anderes, nicht nur wegen dem entstehenden Wärmestau nach dutzenden Runden zu 5 Minuten. Das übliche Drunterwegflutschen ist dann auch nicht mehr möglich.

 

Im nächsten Jahr soll die Einladung eher rauskommen, dann können die Veranstalter und wir sicher mit einem größeren Echo rechnen. Auf jeden Fall ist die Teilnahme jedem, gleich welchen erreichten Kämpferniveaus, sehr zu empfehlen. In so kurzer Zeit bekommt man nirgendwo so viele neue Erfahrungen. Wir hoffen auf eine Fortsetzung dieser Tradition, insbesondere ist die Lokation unschlagbar. Die Judo-Halle der sportwissenschaftlichen Fakultät der Uni Leipzig erfüllt einfach alle Erwartungen an Qualität und Ambiente. Das Finden war zwar eine Herausforderung, zumindest die angekommenen Teilnehmer haben diese aber souverän gemeistert.

 

Auf der Rückfahrt gaben wir noch dem McDonald in Grimma die Ehre unseres Besuches, auch wenn sich die vertilgte Menge an Fetten und Kohlenhydraten trotz der Anwesenheit unseres Hochleistungsessers Frank in Grenzen hielt. So ging das obligatorische Essen schnell und wir waren gegen 16 Uhr wieder zu Hause.

 

shuruh

 


 

Eintrag: 25.09.2011; 07:50 Uhr 

 

Der Jahresabschluss der Submission-Grappling-Liga am 24.09.2011 gestaltete sich erwartungsgemäß wieder zu einem Höhepunkt der Grapplingwelt im Osten Deutschlands. Zahlreiche Vereine sind angereist, einige auch zum ersten Mal, so dass sich in allen Gewichtsklassen interessante Paarungen ergaben. Die Organisation war ordentlich straff, die Kämpfe begannen kurz nach 12 Uhr und die Siegerehrung fand 17 Uhr statt. Aufgrund von drei lang gezogenen Baustellen auf der A 13 schafften wir es gerade so bis zum Waageschluss, einige Berliner Freunde allerdings wurden offenbar von noch größeren Widrigkeiten des urbanen Lebens an einem pünktlichen Erscheinen gehindert.....

 

Georg, unsere "Neuerwerbung" startete noch einmal für seinen alten Verein Berlin 2000 e.V. und sollte eigentlich als Dankeschön für die in Berlin erlebten netten Trainings- und Wettkampfjahre einen Sieg in seiner Gewichtsklasse bis 75kg einfahren. Leider konnte er jedoch nicht zu seiner Höchstform auflaufen. In einem Vorbereitungstraining bei uns im Keller zog ihn Schöni derartig zusammen, dass er sich eine Rippe ordentlich zerrte oder anbrach, so dass er nur unter Schmerzen mitkämpfen konnte. Trotz zweier Siege und nur einer Niederlage ging er im Doppelpool leer aus. Genau so hart traf es Schöni. Er gab in zwei von drei Kämpfen sein Bestens, musste jedoch gleich im ersten Match gegen Andreas Zwenzig, dem späteren Turniersieger der Gewichtsklasse bis 75kg ran. Gegen einen solchen Grappling-Riesen so lange durchzuhalten wie Schöni ist schon eine bemerkenswerte Leistung, andere mit viel mehr Trainings- und Wettkampferfahrung kackten gegen Andreas viel schneller ab. In seinem dritten Kampf war Schöni offensichtlich gedanklich schon beim Essen angekommen. Ein bei seinem Niveau durchaus besiegbarer Gegner rollte ihn ein und Schöni musste auch diesen Kampf aufgeben. Für Georg und Schöni war es trotz aller Unannehmlichkeiten eine wertvolle Erlebnis in ihrer Kämpferkarriere.

 

Für Lucas lief es dieses Mal wieder sehr gut. In einem 5er Pool bis 100kg wurde Jeder gegen Jeden gekämpft, so dass er schöne 4 Kämpfe erhielt. Gleich zu Beginn wurde er von Dirk, einem Berliner Freund in einer kurzen aber sehr rasanten Partie in einen astreinen Armstreckhebel gezogen. So was passiert halt, wenn man sich wegen eines vorher gelungenen Einsteigers von hinten noch selbst feiert und gar nicht bemerkt, dass der Gegner nicht richtig fixiert den Spieß blitzschnell umdrehte. Aber Dirk ist auch ein wirklich sehr guter Kämpfer. Gegen einen anderen Sportler bekamen diese knapp 100kg-Berliner Kampfmasse einen angesprungenen Armhebel aus dem Stand durch, so was hat noch niemand in dieser Gewichtsklasse gesehen! Die Technikerwertung ging diesmal auch an Dirk. Die anderen Gegner waren für Lucas kein Problem, kein Kampf dauerte länger als 1 Minute, obwohl er seine Beinschere nicht mehr ansetzen durfte. Ein wohl verdienter 2. Platz war seine Belohnung.

 

Die Show des Tages lieferte uns unser Private. Irgendwie war es auf jeden Fall sein Tag, es ging schon damit los, dass er den ersten Kampf des Turniers überhaupt machte und dann in 14 Sekunden gleich noch seine angesprungene Armhebel durchbrachte. Für mich lohnte sich das Hinsetzen an den Mattenrand kaum! Jetzt hatte uns zumindest erstmal jeder zur Kenntnis genommen. Die Trophäe für den schnellsten Kampf verpasste er jedoch knapp, diese ging an eine Dame mit nur 11 Sekunden Kampfdauer. Souverän fightete er sich nun durch das bis 75kg-Gegnerfeld, auch wenn mancher Kampf über die vollen 7 Minuten ging. Der ultimative Endgegner im für Private sechsten Kampf des Tages in der 75kg-Klasse war dann Andreas Zwenzig. Die Endkämpfe werden immer zusammengefasst, Privates Kampf war dann als Letzter gleichzeitig auch der Höhepunkt der Veranstaltung. In einer spannenden und taktisch reichhaltigen Partie lieferten sich beide eine wahres Technikfeuerwerk. Private gelangen auch recht ordentliche Griffe, Andreas konnte sich jedoch immer wieder befreien. Nach etwa 5 Minuten musste Private in einem Armstreckhebel am Boden aufgeben. Die Halle klatschte lange Beifall, Private landete auf einem sehr verdienten 2. Platz und ich bin wieder einmal total stolz auf meinen Private!

 

Den Abschluss bildete selbstverständlich ein Besuch beim Portugiesen, zusammen mit Bine und Gonzo sowie Bobby. Auch wenn unser bester Esser diesmal nicht dabei war, haben wir unseren Ruf in dieser Lokalität doch sicher verteidigen können. Es schmeckt aber auch immer wieder soooooo gut!

   

shuruh

 


 

Eintrag: 04.05.2011; 08:15 Uhr

   

Die Capital Grappling Challenge hat sich mit einem festen Platz im ostdeutschen Grapplingjahr etabliert. Der vergangene Samstag, 30.04.2011 wurde für die drei Teilnehmer von fight2gether (Uwe, Frank und Marco) wieder ein Höhepunkt unseres Sportes. Etwa 50 Teilnehmer kämpften in Gewichtsklassen von "totales Hemd" bis "Super-Hoschi" ihre Besten aus. Marco traf es wie immer am härtesten. In seiner Gewichtsklasse bis 75kg starten die meisten Gegner, bei Frank in der Klasse bis 95kg wird das Teilnehmerfeld schon deutlich übersichtlicher. Das Berliner Regelwerk wurde für die Veranstaltung von 7 Minuten auf 5 Minuten Kampfzeit abgesenkt. Für f2g-Kämpfer ist das Erreichen eines Ergebnisses innerhalb von 5 Minuten eine große Herausforderung. Als die "Konditionsschweine aus Weixdorf" wäre eine längere Rundenzeit für uns ein klarer Vorteil. Über die Kondition kann man so jedoch keinen Gegner plätten - 5 Minuten hält jeder durch. Andererseits dauern die Kämpfe so schon knapp 4 Stunden.

 

Keiner von beiden musste während des Wettkampfes tapen, allerdings wurden beide ausgepunktet. Bei Frank wurde im Finalkampf in der Nachkampfzeit durch den Kampfrichter ein Wurf des Gegners gesehen, so dass der Punkt an diesen ging. Ich sah eher ein gemeinsames Umfallen - aber so sind halt die Regeln. Unser babyface sicherte sich damit aber zumindest den 2. Platz und freut sich schon auf eine nächste Begegnung mit dem Gegner aus Greifswald. Man trifft sich sicher wieder und dann kann er zeigen wo sein richtiger Platz ist.

 

Private konnte im zahlreichen Gegnerfeld wieder einmal keine Wertung erkämpfen. Er musste zwar nie aufgeben, wurde im Doppel-KO-System aber eben zwei Mal in der Nachkampfzeit ausgepunktet. Eine Überraschung für Private war es trotz der Tatsache ohne Platzierung geblieben zu sein, zum Schluss der Siegerehrung die Trophäe für den besten Techniker der Capital Grappling Challenge 2011 entgegen nehmen zu dürfen. Ich bin total stolz auf meinen Private! Meiner Meinung nach zeugt diese Entscheidung vor allem jedoch von der fachlichen Kompetenz der Kampfrichter, der Zeitnehmer und Listenschreiber sowie des Veranstalters. Nicht ein Sieg in der Gewichtsklasse, sondern tatsächlich das gezeigte technische Vermögen soll mit diesem Pokal erfasst und gewürdigt werden.

 

Abends ging es wie immer zu unserem Portugiesen VIANA DO CASTELLO. In großer Runde machten wir ordentlich Gewicht, obwohl Frank bei nur 6 Gängen regelrecht Diät gehalten hat. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier unschlagbar. Wenn diese Restauration bei uns um die Ecke wäre, würden wir vermutlich fast täglich dort aufschlagen. Auf der Rückfahrt schliefen meine beiden Helden wieder komplett durch. Ich glaube alle Kämpfer von fight2gether denken, dass Berlin gleich neben Dresden liegt - nur mal kurz schlafen und schon ist man da.....

 

shuruh

 


 

Eintrag: 05.04.2011; 17:55 Uhr

 

"Frühlingserwachen in Elb-Florenz" - nannten wir unseren ersten Versuch eine eigene Veranstaltung in Form eines offenen Randoris, bzw. einer offenen Matte zu organisieren. Schon im Oktober 2010 kündigten wir die Maßnahme an, so dass zu hoffen war, dass viele unserer Einladung für dem Samstag, 02.04.2011 folgen würden. Möglicherweise auch wegen dem traumhaften Frühlingswetter bei strahlender Sonne und 24°C im Schatten fanden nur ca. 40 Kämpfer den Weg in die Halle. Für den Anfang nicht schlecht, auch wenn ich persönlich mit mehr Resonanz vor allem aus Dresden selbst gerechnet hätte. Die kleine Sporthalle der Cossebauder Grundschule ist in hervorragendem Zustand und bestens für solche Veranstaltungen geeignet. Unser Partner jedoch konnte keinen signifikanten Beitrag zum Gelingen leisten, so dass fast alles an uns hängen blieb. Sehr Schade eigentlich, denn um einen leistungsfähigen Partner zu finden, hatten wir uns überhaupt aufgerafft.

 

Nichts desto trotz hatten wir den erwarteten Spaß! Ganz besonders freute uns selbstverständlich, dass unsere alten Freunde aus Berlin unter Leitung von Andreas Krell und neue Freunde aus Köln unter Leitung von Hans Clemens, Sportstudio-Baaden in Köln einschwebten und mit ihrem Können und ihrem Enthusiasmus die Veranstaltung wesentlich aufwerteten. Pünktlich 11 Uhr begannen wir nach einer kurzen Einweisung der Kämpfer in die Regeln auf 2 Matten á 7 x 7 Meter mit je einem Kampfrichter das Grappling und gingen nach etwa einer Stunde auf einer der beiden Matten fließend zum Standkampf über. Neben unzähligen und teilweise technisch anspruchsvollen Runden im klassischen Grappling waren Partien in Freefight, Kickboxen mit lowkicks und Boxen zu sehen. Bis zu 20 Zuschauer füllten die Halle und verfolgten die oft sehenswerten Durchgänge. Wie aktiv sich jeder beteiligt, lag bei ihm selbst. Die Kämpfer von fight2gether Dresden hatten mindestens ihre 10 Runden durchgezogen, auch wenn am Folgetag Muskelkater drohte. Bis gegen 14 Uhr wurde intensiv trainiert, dann verlagerte sich der Raum der größten Aufenthaltswahrscheinlichkeit der meisten Teilnehmer gen Imbiss und es stellte sich eine allgemeine Mattigkeit ein. Mit Mattenabbau und Abtransport der vom Budo-Club Dresden geliehenen einen Matte endete der offizielle Teil gegen 15.00 Uhr.

 

Am Nachmittag trafen wir uns vor dem Hostel der Kölner Freunde in der Lingnerstadt (cityherberge Dresden) und machten einen kleinen aber feinen Stadtrundgang durch das historische Stadtzentrum von Dresden mit Frauenkirche, Fürstenzug, Semperoper, Zwinger, etc. Hier habe ich zwei Bilder eingestellt. Ich lief dabei wieder zur Höchstform auf und babyface hatte schon Angst, dass ich nie zum Schluss komme. Den Gästen hat`s gefallen und das ist das Wichtigste! Den Abend ließen wir dann in der "Bergwirtschaft" bei deftiger sächsischer Küche und ein paar Gläschen Versöhnungstrunk ausklingen. Den Kölnern hat das noch nicht gereicht und sie testeten dann noch das Neustädter Nachtleben. Ein Anruf am Sonntag um 11 Uhr mit der Frage nach dem werten Befinden riss die Ersten aus den Träumen.....

 

Was haben wir für Schlüsse gezogen?

1) Wir haben jetzt eine eigene Matte 7 x 7 Meter!

2) Es war anstrengend für die Organisatoren. Wenn noch einmal, dann nur mit starkem Partner!

3) In Dresden hatten wir selten so viel Spaß an einem Tag!

4) Die Kölner müssen wir unbedingt besuchen - die sind obercool! (Die Berliner natürlich auch!)

 

shuruh

 


  

Eintrag: 06.03.2011; 11:00 Uhr

 

Unser Private stellte sich am 05.03.2011 seinem MMA-Debüt im Rahmen der Tattoo-Convention 2011 in Leipzig. Unterstützt wurde er von Schöni. Um es gleich vorweg zu nehmen, leider konnte er den Kampf nicht für sich entscheiden. In einer spannenden Partie gegen Thomas Splittgerber vom San-Da - Team Bernau trafen zwei Kämpfer aufeinander, deren Grundstrategien unterschiedlicher kaum sein konnten. Während Thomas sein Heil im Standkampf zu suchen beabsichtigte, war Private's Absicht den Kampf so schnell wie möglich zu Boden zu bringen - dorthin, wo er zu Hause ist. Der Kampf begann, wie ich Private auch instruierte, sehr aggressiv mit einem bodytwist-takedown, bei dem Private kurz gemountet wurde. Diese brenzliche Situation haben wir jedoch ausführlich im Training behandelt, so dass er in nur wenigen Sekunden in der Guard und gleich drauf in der Halbmount auf seinem Gegner saß. Leider konnte er daraus nichts entwickeln und seinem Gegner gelang ein Drehung, woraufhin dieser in Private's Guard landete. Von dort aus versuchte Private mehrere Angriffe, musste jedoch aufgrund der langen Arme von Thomas einige Faustschläge auch am Kopf einstecken. Diese spürte er zwar kaum, jedoch entstand unter dem rechten Auge eine kleine Schürfwunde. GONZO, für den als Kampfrichter völlig korrekt die Gesundheit der Kämpfer vor allem steht, brach daraufhin den Kampf ab, obwohl es meiner Meinung nach beiden Kämpfern blendend ging. Schade - aber die Situationsentscheidung ist da und wird von uns selbstverständlich akzeptiert. Für den ersten Kampf zeigte Private eine ausgezeichnete Leistung, auch wenn der Kampf durch RSC zu seinem Nachteil beendet wurde.

 

Die Rahmenbedingungen zum Tattoo-Convent in Leipzig waren in Ordnung. Das AGRA-Gelände verströmt ein rustikales DDR-Flair, was die Veranstaltung regelrecht anheimelnd machte. Es gab zwar keine Duschen, dafür Verpflegung all-inclusive. Das Publikum bediente äußerlich wirklich alle denkbaren Klischees, zeigte sich jedoch angesichts der für viele Besucher sicher unerwarteten Kämpfe als interessiert und aufmerksam. Es macht Spaß in so einem Organisationsumfeld dabei sein zu dürfen. Wenn dies eine Wiederholung erlebt, sind wir gerne wieder Teil des Programms. Ich bin überzeugt, dass wir uns mit Private's Auftritt ausreichend dafür empfohlen haben.

 

Nach den Kämpfen sollte zum Abschluss des ersten Convention-Tages eine Erotic-Show das Publikum verabschieden. Darauf warteten auch meine beiden Kämpfer. Über 200 Männer versammelten sich rund um die Showbühne in Erwartung nackten Fleisches - von der Tänzerin zur "Assistenz" auf die Bühne geholt wurde jedoch nur einer: Schöni! Dort durfte er dem Model sehr, sehr nahe sein, ihr bei ihrer Stripshow helfend unter die Arme greifen und wurde von ihr - zur Freude des anwesenden weiblichen Publikums - ebenfalls der Oberbekleidung entledigt. Wenn bis dahin noch nicht jeder unser Logo "fight2gether" wahrgenommen hat - jetzt kannten uns alle!

 

Selten hatten wir in so wenigen Stunden so viel Spaß. Ein Film existiert auch - ich hoffe, dass ich ihn bald einstellen kann.

Who is the best matchmaker of the world? - GONZO!!!

 

shuruh

 


 

Eintrag: 06.02.2011; 11:45 Uhr

 

Im Januar 2011 absolvierten wir schon zwei Events, die mit intensivem Partnertraining den Stand unserer Kämpfer widerspiegelten. Am 15.02.2011 trafen wir uns mit ca. 80 Kämpferinnen und Kämpfern in Halle zum alljährlichen Neujahrsirikumi. Neben bekannten Gesichtern gab es auch einige neue Teilnehmer, die in ihrem Niveau durchaus eine Bereicherung waren. Der Teilnehmerbeitrag geht für einen guten Zweck an die Kinderkrebshilfe, was wir gern unterstützen. Der 15. Januar ist jedoch auch ein ganz besonderer Tag - unser babyface hat Geburtstag und ließ es sich trotzdem nicht nehmen, am Irikumi teilzunehmen! Ein paar Fotos habe ich hier eingestellt.

 

Abends gingen wir noch zum Geburtstagsschmaus zu Don`s Eltern ins Restaurant. Es war wie immer toll. Leider war Don nicht da (er "studierte" wohl!) und seine Mutti verstand uns nicht so recht. Frank bestellte 7 Vorspeisen, natürlich nur für sich. Wir sagten gleich dazu, dass die Hauptgänge der anderen kommen können. Frau Nyuyen lächelte freundlich, lieferte eifrig Franks Vorspeisengewitter und wir guckten nur zu.... Wir mussten also warten, bis er endlich die 7 Gerichte durch hatte und wir unsere Hauptgänge bekamen. Aber wer Frank kennt, der ist leidgeprüft - und schließlich hatte er ja auch Geburtstag! So bleibt uns der 15. Januar lange in Erinnerung...

 

Am folgenden Wochenende, Samstag 22.01.2011 trafen wir uns 10 Uhr auf Einladung von BBJ Dresden in einer alten Sporthalle in der Dresdner Neustadt zu einem netten kleinen Randori. Mit 5 Mann angereist, besetzten wir anfangs fast alle Kampfpaarungen. So sehe ich das gern. Solche Gelegenheiten zum Training muss man unbedingt nutzen. Nach 3 Stunden ließ der Enthusiasmus merklich nach, so dass wir uns mit den ebenfalls angereisten Freunden aus Berlin (Biene, Oli und andere) zu einem Überfall auf unseren Haus-Griechen in der Heeresbäckerei verabredeten. Leider gab es kein Bufett, aber auch a-la-charte kann man gut essen. Nur ich war etwas eingespannt. Ich saß schon mit Uniform zwischen den Freefight-Werbeträgern, da ich noch zur Arbeit musste. Schade, dass uns nur so wenig Zeit blieb, gern hätte ich noch was mit unseren Freunden unternommen. Aber das holen wir nach - bestimmt!

 

shuruh

 


 

Eintrag: 21.11.2010; 10:05 Uhr

 

Nach wie vor sind die Kampfregeln sehr eigen und trotz mehrmaliger Teilnahme immer noch in einigen Bereichen unklar, die Organisation des Kampfsportevents bb-open 2010 aber muss eindeutig als vorbildlich charakterisiert werden. Der Zeitplan wurde wieder eingehalten, die späte Waage für die Erwachsenen ermöglicht uns eine menschliche Startzeit aus Dresden. Die Eichwalder Kampfsport-Schule e.V. kann uneingeschränkt weiterempfohlen werden.

 

Wir reisten am Samstag, 20.11.2010 mit insgesamt 6 Mann an, ich nur als Betreuer und Don sah sich die Angelegenheit als Fotograf an. Frank trat sowohl im Grappling, als auch im Budo-Vollkontakt an. HerculesPrivate und Schöni liefen nur im Grappling auf. Ein Doppelstart ist konditionell eine Herausforderung, dass musste auch Frank zur Kenntnis nehmen.

 

Frank und Lucas machten im Grappling ruck-zuck klar Schiff. Frank sicherte sich in der Gewichtsklasse +80kg den 1. Platz, Lucas folgte ihm in einem internen Entscheidungskampf ganz dicht auf den Fersen und belegte den 2. Platz. Beide zeigten eine souveräne Leistung, die nicht weiter kommentiert werden muss. Frank muss in Zukunft sicher sehr aufpassen, um im Zweifel nicht hinter Lucas zu landen. Leider kam es in einem Kampf von Lucas zu einer schweren Verletzung. Sein Gegner, Nelson Siegert unterschätzte offernsichtlich die Wucht der Beinschere von Lucas, woraufhin er sich vermutlich eine Rippe brach oder zumindest stark zerrte, so dass er dem weiteren Verlauf des Turniers nur noch zuschauen konnte. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung und hoffen auf weitere, verletzungsfreie Begegnungen. Denn eines ist klar, technisch ist Nelson ein exzellenter Kämpfer.

 

Schöni und Private holten sich den 2. und 3. Platz in der Gewichtsklasse -80kg. Den Sieg mussten beide dem unerwartet angereisten Freund, Michael Lange vom Shu-Ha-Ri - Team aus Wittenberg überlassen. Vor den Kämpfen (und auch danach!) hatten wir wie immer viel Spaß und Michi meinte noch er wäre gar nicht so richtig bereit, angesichts unserer Helden. Aber im Laufe des Turniers zeigte Michi einerseits seine profunden Technikkenntnisse und konnte andererseits seine zweifellos große Wettkampferfahrung einbringen. Die Entscheidungen der Kampfrichter waren meines Erachtens in Ordnung. Schöni zeigte nach nur einem halben Jahr eine tolle Leistung, er macht mich stolz! Private hatte eher Pech und konnte seine Fähigkeiten in den 2 x 2 Minuten Kampfzeit nicht wirklich einsetzen. Schade für ihn.

 

Insgesamt war es eine tolle Teamleistung, ein 1. Platz, zwei 2. Plätze und zwei 3. Plätze - 5 x Treppchen bei 4 Kämpfern - ist ein beachtliches Ergebnis für unseren kleinen Haufen. Leider nahm unser Freund Gonzo mit dem TRIGOON-Team nicht teil, Uli entschädigte jedoch mit ihrer Anwesenheit und wir grüßen alle ganz herzlich! Hier einige Foto-Impressionen vom 11. Kampfsportfestival 2010.

 

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen! Nach dem Event sind wir natürlich wieder zu unserem Lieblings-Portugiesen VIANA DO CASTELLO gerutscht, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Wir kommen ja viel rum, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis hier ist unschlagbar!

 

shuruh

 


 

Eintrag: 26.10.2010; 17:10 Uhr

 

Am Sonntag, 24.10.2010 gab Jonny nunmehr zum 7. Male eine Vorstellung seines umfassenden Kampfkunstkönnens ab. Eingeladen nach Magdeburg in die Hermann-Gieseler-Halle zur LaOnda Fight Night "Blood IN Blood OUT" war Jonny in einem der beiden MMA-Kämpfe in der ansonsten von K1- und Box-Kämpfen dominierten Veranstaltung angesetzt. Das Gewichtslimit von -78kg wurde durch anfuttern von 2kg gerade eben erreicht. Sein Gegner, ein mit 16 Kämpfen sehr erfahrener Fighter des Stallion Cage Stuttgart konnte anfangs sehr gut die Partie im Stand kontrollieren. Jonny gelangen takedowns, der Gegner sprang aber auch wieder sehr gut hoch. Die erste Runde ging wohl eher an den Gegner, auch wenn Jonny zum Ende zu immer stärker in den Kampf kam. Den Gegner rettete am Ende der ersten Runde auch nur der Rundengong aus der Guillotine von Jonny, die perfekt saß. Schade! Wenige Sekunden eher angesetzt wäre hier das erfolgreiche Ende des fights gekommen.

 

In der zweiten Runde dominierte Jonny von der ersten Sekunde an. Nach kurzem Schlagabtausch ging es auch wieder zu Boden. Sehr lange fixierte Jonny den Gegner in einem sauber gehaltenen figure-4-backbodylock und versuchte eine mata-leon anzubringen. Leider gelang im dies nicht mit der abschließenden Konsequenz. Die salomonische Kampfrichterentscheidung nach den zwei vereinbarten Runden - unentschieden - ist akzeptabel, auch wenn ich nachschieben muss: Der Gegner hätte eine dritte Runde von 5 Minuten rein konditionell nicht überlebt.

 

Mit der Gesamtleistung kann man zufrieden sein. Ich bin in der Ecke wie immer einem Herzinfakt nahe gewesen. Selbst kämpfen ist nicht mal ansatzweise so anstrengend als zuzusehen, wie der Schützling in die Schlacht zieht.....  Jonny hat wieder einmal durch seine unheimliche Ruhe und Ausgeglichenheit eine souveräne Kampfleistung abgeliefert. Ich bin stolz, mich sein Trainer nennen zu dürfen!

 

shuruh

 


 

 

Eintrag: 18.10.2010; 15:15 Uhr

 

Am 16.10.2010 fand der traditionelle Usedom-Cup nun zum 9. Male statt. Wir reisten nach einigen kurzfristigen Ausfällen nur noch zu fünft an. BabyfacePrivateMatze und Schöni vertraten unseren Dojo würdig, auch wenn es diese und jene Anmerkung geben muss. Die Veranstaltung selbst war bestens organisiert. Mangels ausreichender Werbung und parallel stattfindender Events allerdings waren letztlich nur 24 Kämpfer angetreten, so dass meist jeder gegen jeden gekämpft werden konnte. Dies hat den Vorteil, dass der einzelne Kämpfer mehr fights bekommt, aber auch den Nachteil, dass der Cup fast zu einem Familientreffen wurde. Unsere Berliner Freunde waren da, einige Kämpfer des Veranstalters, der Jiu Jitsu Dojo Lübz unter Hans Höhn und die Grapplingschule Neustrelitz. Leider waren weder die Polen, noch TRIGOON, noch die Hamburger am Start.

 

Nichts desto trotz hatten wir wieder reichlich Spaß! Babyface holte erwartungsgemäß die ersten Plätze seiner Gewichtsklasse im Vollkontakt und im Grappling. Suverän würgte und hebelte er die Konkurrenz aus dem Feld. Der Vollkontaktkampf allerdings war zwar erfolgreich, Frank zeigte jedoch nicht sein umfassendes Können im Stand, sondern beendete schnell am Boden. Klar sicherte er sich so den Sieg, ein schönerer Kampf wäre angesichts des Gegners jedoch im Stand durchaus machbar gewesen.

 

Private bügelte ohne Probleme das Gegnerfeld auf, hatte während der 2-minütigen Nachkampfzeit im Endkampf zu einen vom Gegner heruntergezogenen Wurf jedoch die Zurufe aus dem Publikum: "Aus!", "Punkt!" usw. so interprätiert, dass er aufhören soll. Der Kampfrichter war genauso verwirrt wie ich, der Gegner nutzte die Sekunde und der Sieg war weg. Na ja, ich trage es mit Fassung - zumal ich ohnehin nur die Pokale der Zweitplatzierten haben wollte. Die waren im Übrigen dieses Jahr besonders schön! Es waren Möwen auf Buhnen - eine besonders große für den Erstplatzierten, eine kleine für den Drittplatzierten und eine mittlere mit toller Schneeschüttelkugel für den Zweiten. Es passierte wieder mal das, wovor ich immer warne. Den Kampf beendet der Kampfrichter, die Ecke oder der Kämpfer durch Aufgabe. Der Kämpfer selbst kann nie entscheiden, dass er jetzt gewonnen hat! Aber auch so sammelt man Erfahrungen....

 

Im Grappling startete Schöni zum ersten Mal in einem Wettkampf. Leider bildete die Platzierung seine gezeigte Leistung (noch) nicht ab. Er lieferte zwei sehenswerte Kämpfe und hat es seinen Gegnern nicht leicht gemacht. Im zweiten Kampf hat er sogar nur wegen Träumerei die Initiative verloren. Schade eigentlich, es hätte auch anders ausgehen können. Mich freut, dass er dies auch so sieht und nun umso fleißiger weitertrainieren will. Er hat sich der Konkurrenz nun das erste Mal gezeigt, in Zukunft wird von ihm noch viel mehr zu sehen sein! Diese Ansage schon mal vorab an seine Gewichtsklasse!

 

Nicht der Tag war es wohl für Matze. Im Grappling konnte er zwar einen Sieg für sich verbuchen, das reichte aber nicht für das Treppchen, so dass er leer ausging. Im Vollkontakt verlor er klar nach Punkten 13:5 gegen ein aufstrebendes Nachwuchstalent aus Neustrelitz. Ich muss jedoch festhalten, so einen Mist habe ich von Matze vorher noch nicht gesehen. Jeden zweiten Schlag nahm er russisch an (d.h. mit dem Gesicht!), sah dann auch entsprechend aus und hatte selbst die Schnauze voll - sowohl im direkten, als auch im übertragenen Sinne. Er hat dadurch mangels weiterer Gegner zwar auch einen Pokal für den Zweitplatzierten, ist aber verständlicher Weise nicht besonders stolz drauf. Auch hier freue ich mich, dass wir beide das ähnlich sehen und kann nur nochmal meine Überzeugung unterstreichen - es war nur nicht Matzes Tag; der kann viel, viel besser!

 

Einquartiert hatten wir uns wieder im Haus Mercedes, es war wieder ein herrlicher Kurzurlaub für alle Teilnehmer. Ein kurzer Strandspaziergang bei Windstärke 6 - 8 auflandig und Regen war eher ein obligatorisches Muss als eine Wohltat. Der Besuch in Polen gehörte ebenso dazu, wie die Bevorratung mit Waren für eine kleine Feier im NETTO in Ahlbeck. Die Preise auf dem Polenmarkt sind exorbitant gestiegen, es ist tatsächlich so, dass sie teilweise höher sind als bei uns! Selbst mit den zähen und geschickten Verhandeln von babyface konnten nur geringfügige Rabatte erzielt werden. Es wird eben immer europäischer, auch bei unseren östlichen Nachbarn.

 

Hier nun noch einige Fotoimpressionen. Usedom 2011 - wir kommen!!!

 

shuruh

 


 

 

Eintrag: 28.08.2010; 21:17 Uhr

 

Die Sommerpause ist endlich vorbei und die Wettkämpfe gehen weiter. Am heutigen Samstag traf sich die ostdeutsche Grapplinggemeinde wieder bei TRIGOON um in den "submissionals" ihre Besten auszurollen. Ausgezeichnet vorbereitet und zügig durchgewogen ermittelten etwa 45 Kämpferinnen und Kämpfer in Gewichtsklassen bis 100kg die Reihenfolge. Das überschaubare Teilnehmerfeld bewog die Organisatoren dazu, einige Klassen auch im Modus "jeder gegen jeden" kämpfen zu lassen, so dass vier oder fünf Kämpfe durchaus drin waren. So lohnt sich die Fahrt auf jeden Fall.

 

Unser Team stellte vier Kämpfer. Matze startet zum ersten Mal in einem Grapplingturnier mit 71,4kg und bekam es mit ordentlichen Gegnern von IMAG Berlin und Achilles zu tun. Einen Sieg konnte er trotz allem erkämpfen, zwei Mal musste er aufgeben. So landete er auf dem undankbaren 4. Platz. Aber immerhin, die fights waren sauber und actionreich, sein Debüt kann sich sehen lassen. Das nächste Mal wird auf dem Treppchen gestanden!

 

Ganz viel Pech hatte Private, er kämpfte zwei Mal und musste zwei Mal aufgeben - einfach nicht sein Tag. Dafür hat er wieder einmal den Verbalvogel abgeschossen. Ich erklärte ihm auf seine Frage warum so viele Schweißpunkte an der Decke der Halle sind, dass es sich um das ehemalige Transformatorenwerk handelte und dies die Reste der anlagentechnischen Einbauten sind. Private fragte zurück: "Echt? Hier wurden Transformer gebaut?" - Alle die es hörten riss es fast um. Tja, so trocken kommt der Humor nur bei Private rüber. Ich liebe sie, meine Jungs!!!

 

In der Gewichtsklasse 90 - 100kg waren Frank und Lucas zusammen drin. Frank brachte zwar gerade mal 90,4kg auf die Waage, war ihm aber recht so. Die schweren Jungs liegen im besser. Lucas mit 95kg rangierte im Mittelfeld dieser Klasse. Die Kämpfe beider waren überzeugend, auch wenn Lucas ein Mal in einem perfekten Armstrecker von Oli tapen musste. Gegen Dirk gelang Lucas in einem schnellen Angriff ein schöner Fußschlüssel und gegen einen weiteren Kämpfer konnte er sogar den schnellsten Kampf des Tages mit 13 Sekunden durch Einroller beenden. Dafür gab es später noch eine Extra-Auszeichnung. Frank musste nie aufgeben, verlor seinen Kampf gegen Oli jedoch in der Nachkampfzeit durch größere Aktivität bei Oli. Letztlich landete Frank auf dem zweiten und Lucas auf dem dritten Platz.

 

Im Anschluss trafen wir uns natürlich wo? - Bei unserem Lieblingsportugiesen in Kopenick! Zusammen mit unseren Berliner Freunden haben wir die Speisekarte von oben bis unten durchgearbeitet, Frank ließ es aber mit Rücksicht auf die Küche bei nur 6 Gängen bewenden.... Von Dave`s Papa erhielten wir einen Dachs geschenkt. Das gute Stück wird von Frank zubereitet und wir sind mächtig neugierig wie das schmecken wird. Ich habe gehört, das sei eine Delikatesse - bin total gespannt.

 

shuruh

 


 

Eintrag: 06.06.2010; 08:05 Uhr

 

Trotz selbst für den kleinen Dojo "fight2gether Dresden" außerordentlich schwerer Einbrüche im Teilnehmerfeld war der Preußencup VI am 05.06.2010 in Berlin auch für uns wieder ein gelungener Höhepunkt des Wettkampfgeschehens in Kampfsport-Deutschland. Nur unser Lucas konnte letztlich noch angemeldet werden, so dass Gefahr bestand, dass man uns übersieht. Mit unseren Berliner Freunden vom TRIGOON haben wir allerdings genug Lärm verursacht, zumindest hat uns auch der Rest gesehen, wenn diese sich auch berechtigt fragten: Wer kämpft bei denen eigentlich? Irgendwie fühlte ich mich an unsere Anfänge zurückversetzt, als ich mit babyface allein durchs Land zog. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied. Früher haben wir ohne Mühe auf dem Treppchen gestanden. Heute ist die Konkurrenz so stark, dass man schon ordentlich vorbereitet in den Wettkampf gehen muss, um wenigsten ansatzweise eine Chance zu haben. Ca. 90 Kämpferinnen und Kämpfer lieferten sich ansehnliche Kämpfe auf bis zu 4 parallel benutzten Mattenflächen. Allein IMAG Berlin, der aktuelle Sieger der Gesamtwertung in der SGL trat mit 35 Mann/Frau an.

 

Lucas hatte es nach einem Freilos gleich mit Oli von Team Fenriz (TRIGOON) zu tun. Ein hervorragender Techniker und konditionell locker auf unserem Niveau. Beide lieferten sich einen sehr schönen und abwechslungsreichen Kampf. Bei gefühlten 35°C und Sauerstoffsättigung unter 18% in der Halle schwitzen beide so, dass es schon an einen Ölringkampf erinnerte! Keine gelang in den 7 Minuten Regelkampfzeit und auch in der 2-minütigen Nachkampfzeit die entscheidende Submission. Nach Kampfrichterentscheid ging der Sieg an Oli für den aktiveren Part im Kampf. Lucas kann mit diesem Schiedsspruch gut leben. Damit trat er im Kampf um Platz 3 gegen Dirk vom Knorr e.V. an. Gegen ihn hatte Lucas erst vor anderthalb Monaten zur CGC in einem Armstreckhebel abklopfen müssen. Also ein harter Gegner mit einem hervorragenden Grapplingrepertoire. Diesmal gelang Lucas in einem schnellen Fight ein sauberen Fußschlüssel vom Feinsten, in dem Dirk nur noch abklopfen konnte. Damit sicherte sich der einzige angetretene fight2gether-Kämpfer seinen Platz auf dem Siegertreppchen. Lucas hat genau das gemacht, was ich mir von ihm gewünscht habe - aktiv sein! Dann ist er nach nun 3 Jahren Training ein wirklich respektabler Grappler geworden.

 

Diesmal gingen wir als Abschluss nicht zum Portugiesen. Lucas ist zwar ein Recke und Schöni auch nicht schwächlich gebaut, jedoch ohne unseren stärksten Esser wollten wir keine Blamage für fight2gether sein. Schließlich haben wir in diesem Berliner Restaurant einen Ruf zu verlieren. Auf dem Rückweg sind wir nochmal kurz bei McDonald eingezogen und haben unseren, wenn auch zahlenmäßig kleinen, Erfolg gefeiert.

 

Abschließend muss ich noch festhalten, dass organisatorisch an einem solchen Event kaum noch was zu verbessern geht. Die Frauen und Männer vom Knorr e.V. um Frank Gläser haben hier eine unhaltbare Steilvorlage geliefert! Sowohl Registratur, Wiegen, Versorgung, Auf- und Abbau, Schreiber und Urkundendruckerei sowie die umfangreichen Wettkampflisten sind top vorbereitet und erstellt wurden. Wiegen war zwischen 9 und 10 Uhr, die Kämpfe begannen 11.30 Uhr - das war zügig! Wir mussten uns beim ersten McDonald-Besuch diesen Tages regelrecht beeilen....  18 Uhr waren die Siegerehrungen beendet, so dass alles einen gemütlichen Ausklang fand und niemand hektisch weg musste. Ein riesiges Dankeschön an Frank, an Andreas, an Sebastian, an Dagmar und alle weiteren Organisatoren vom Knorr e.V.!!!

 

shuruh

 


 

Eintrag: 04.05.2010; 09:05 Uhr

 

Wenn politisch Verwirrte und Radikale aller colour auf Randaletour in Berlin oder sonst wo unterwegs waren, machten wir uns am Wochenende 30.04. bis 02.05.2010 auf die Socken zu unseren Bremer Freunden von der freefight-Schule Bremen. Gemeinsames Training und viel, viel Spaß standen auf dem Programm. Nach einer außerordentlich langwierigen Anreise von über 7 Stunden mit zahlreichen Staus kamen wir am Freitagabend 22.15 Uhr endlich an. Ein Begrüßungsessen beim Libanesen um die Ecke (sog. Dönerflatrate) ist schon obligatorisch.

 

Samstag ging es nach einem kleinen Frühstück gleich vor dem Training noch in die Innenstadt zum Sightseeing. Pünktlich 11 Uhr begann das Training mit 3 Stunden Grappling. Nach einer 30-minütigen Pause schlossen sich 3 Stunden Thaibox-Training an. Die Teilnehmer, die alle Einheiten mitmachten waren anschließend ordentlich fertig. So soll es ja auch sein. ...und wieder zogen wir zur Dönerflaterate um die Ecke. Wegen des Feiertages konnten wir dann den Weserpark nicht unsicher machen und mussten uns mit McDonalds-Eis begnügen. Sonntag ging wider Erwartens tatsächlich um 11 Uhr eine weitere Trainingseinheit los. Allerdings war das Teilnehmerfeld gewaltig geschrumpft. Außer uns Dresdnern, die ja keine Wahl hatten, kamen nur die Jugendlichen ein zweites Mal und Kevin, der Samstag nicht konnte. Wir ließen es mit Grappling ruhig angehen und machten auch nach 2 Stunden Schluss.

 

Die Rückfahrt lief problemlos, ein ganz kleiner Stau warf uns nur um Minuten aus dem Plan. Matze bemerkte ganz richtig, dass nach einem solchen Trainingswochenende eigentlich ein Resozialisierungstag notwendig ist. Nicht so sehr wegen des Trainings an sich, sondern aufgrund der "Randerscheinungen". Zum Glück habe ich ja Urlaub....

 

Einige Fotos können hier abgerufen werden.

 

shuruh

 


 

Eintrag: 18.04.2010; 14:30 Uhr

 

Am gestrigen Samstag, 17.04.2010 traf sich im alten Funkwerk Köpenick, aktuell der TRIGOON-Dojo, wieder einmal die Grappling-Gemeinde Ostdeutschlands. Wir starteten nach dem Einsammeln der Kämpfer um 8 Uhr in Dresden. Nach Waage und einem für Turniere unvermeidbaren langen Warten, welches wir uns mit Spielen und Quatschen mit unseren Berliner Freunden verkürzten, ging es gegen 13:30 Uhr mit den Wertungskämpfen los. Auf 3 Matten wurde in spannenden und mitreisenden Fights Technik vom Feinsten gezeigt. Der schnellste Kampf dauerte nur über 9 Sekunden und wurde von Matze vom SV Georg Knorr (Frank Gläser) durch flying armbar beendet. Matze führte diese Technik in der Gewichtsklasse bis 75kg auch noch in zwei weiteren Kämpfen zum Erfolg, so dass die Auszeichnung als bester Techniker wohl verdient war.

 

Von uns nahmen Frank in der Gewichtsklasse bis 90kg und Lucas in der Gewichtsklasse bis 100kg am Event teil. In je 3 Kämpfen konnten sich beide jeweils den 3. Platz ihrer Gewichtsklasse erkämpfen. Eine respektable Leistung, zumal festzuhalten ist, dass Frank nur über die neue Technik- und Aktivitätsregel ausgepunktet wurde und ihn niemand zum Tapen zwingen konnte. Lucas musste ein Mal abklopfen, sein Gegner Dirk zog ihn mit einem technisch hoch anspruchsvollen Übergang aus der Seitwürge in den Armstreckhebel. Bei nur zwei für fight2gether gestarteten Kämpfern zwei Wertungen mitzunehmen ist ein akzeptables Ergebnis.

 

Den wundervollen Tag beendeten wir wie immer bei unserem Lieblingsportugiesen in Berlin. Frank wurde von der Crew auch gleich erkannt und sie begannen die Töpfe zu schwingen. Mit sieben Gängen, wovon je zwei für einen Normalsterblichen bei weitem genug gewesen wären, erreichte auch Frank seinen Eichstrich und war endlich mal wieder satt! Lucas und ich hatten zusammen gerade mal sechs Gänge geschafft....

 

shuruh

 


 

 

Eintrag: 28.03.2010; 22:10 Uhr

 

Am Samstag, 27.03.2010 fand in Berlin-Marzahn das alljährliche Frühjahrsrandori ohne Gi statt. Etwa 80 Kämpferinnen und Kämpfer trafen sich in der Sporthalle der "Braun"-Oberschule zu einem lockeren Leistungsvergleich. Nachdem in den letzten Jahren die Teilnehmerzahlen ein wenig zurück gingen, können die Veranstalter nun wieder frohen Mutes in die Zukunft schauen. Neben einer Matte für das schon traditionelle Grappling wurde eine zweite Kampffläche für Kick- bzw. Thaiboxen und eine dritte für Freefight aufgebaut. Wie zu erwarten war, erfreute sich insbesondere die Matte für Grappling eines gewaltigen Ansturms. Im Grappling gibt es unterdessen so viele gute Schulen, dass die Leistungsdichte an der Spitze immer höher wird. Unzählige junge, teilweise noch minderjährige Kämpfer wachsen nach. Ich mache mir um Grappling in der folgenden Jahren keine Sorgen.

 

Aber auch die anderen beiden Flächen wurden ausgelastet. Insbesondere das Freefight-Sparring lief sehr diszipliniert und kontrolliert ab. Leider wurde die Veranstaltung von einer schweren Verletzung überschattet. Ein allein angereister Kämpfer aus Hamburg verletzte sich mit einem Riss der Außenbänder am rechten Bein so stark, dass der Rettungsdienst der Bundeshauptstadt in Anspruch genommen werden musste. Für ihn heißt dies wahrscheinlich mehrere Wochen Trainingsausfall - sehr ärgerlich. Gerade ihm, Ismail - einem so fairen und freundlichen Sparringspartner - musste so etwas passieren. Sein Gegner vom TRIGOON-Dojo konnte nichts dafür. Es war ein klassischer Unfall wie er eben immer geschehen kann, wenn sich Sportler am Grenzbereich der Gelenk- und Muskulaturbelastung entlang tasten. Eben dafür ist das Sparring auch gedacht. Die jungen Athleten sollen einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen des Sportes erhalten. Wir wünschen Ismail alles Gute, schnelle Genesung und hoffen, ihn bald wieder kämpfen zu sehen. Männer wie er schmücken den MMA-Sport, es sollte viel mehr davon geben.

 

shuruh

 


 Eintrag: 31.01.2010; 08:35 Uhr

 

JonBo wird mir immer unheimlicher! Ich denke manchmal, er trainiert noch heimlich bei jemand anderem. Klar - am Boden brauchen wir keine Nachhilfe und wir haben einige Freunde die uns gern im Stand ihre "Geheimnisse" zeigen. Aber von den wenigen Stunden kann man kaum so erfolgreich werden. An dem gestrigen Erfolg in Berlin hatte babyface und Matze als knallharte Sparringspartner und unsere intermediate Marco und Robert als ground and pounder auch ihren Anteil. Sicher ist auf jeden Fall, JonBo hat im Stand gewaltige Schritte vorwärts gemacht. Gonzo brachte es auf einen Nenner: "Er frisst nur noch jede zweite Hand - eine 100%ige Verbesserung!" Sein Gegner war Patrick vom Shu-Ha-Ri Team Wittenberg, ein wirklich exzellenter Stand- und Bodenkämpfer. Ich kenne ihn kaum, aber habe ihn und seine Leute schon auf einigen Veranstaltungen beobachten dürfen. Der polnische Gegner im letzten Fight war sicher sehr gut, aber das konnten wir vorher nicht wissen. Bei Patrick lag die Sache ganz anders. Uns war klar, bei ihm können wir weder im Stand (dort eigentlich schon gar nicht), noch in unserer Spezialdistanz am Boden mit deutlichen Vorteilen rechnen. Die erste Runde war für beide Kämpfer auch eher ausgeglichen. Jedem gelangen klare Treffer, JonBo verteilte wie immer sein Blut reichlich in der ersten Reihe der Zuschauer und am Ringboden. Aber allein die Tatsache, dass JonBo in der ersten Runde mit Patrick im Stand mithalten konnte, war für mich ehrlich gesagt schon eine Überraschung. Patrick wollte offenbar nicht auf den Boden, so dass umfangreiche Abschnitte beider Runden im Stand ausgetragen wurden. Für das Publikum selbstverständlich ein Augenschmaus, auch wenn ich in der Ecke bei solchen Aktionen einem Kreislaufkollaps nahe bin.... In der zweiten Runde konnte JonBo im Stand sogar noch Boden gut machen. Er beherrschte das Ringzentrum und Patrick musste viel laufen. Auch saßen zahlreiche Treffer so heftig, dass JonBo´s Gegner sichtbar angeknockt war. Mit einer knallharten Beinschere am Hals konnte JonBo seinen bisher schönsten Kampf in der zweiten Runde durch submission des Gegners für sich entscheiden. Auch wenn Jonny jetzt bei Wolf mindestens eine Stunde putzen muss (wegen der roten Spuren im sonst gelben Dojo), kann man beiden Kämpfern zur gezeigten Leistung nur gratulieren. Einen solchen Leckerbissen der MMA-Kampfkunst sieht man nicht alle Tage. Um so etwas erleben zu dürfen, müssen sich zwei wirklich gute fighter treffen, so wie am gestrigen Samstag in Berlin. Und - eine Wiederholung ist zwischen beiden schon ausgemacht....

 

Denis, unser zugelaufener 103kg-Samboka setzte nicht nur mich, sondern alle Anwesenden in Erstaunen. Im Training habe ich ihn nur ein paar Mal gesehen, daraus konnte ich nicht ableiten was er wirklich schon, oder auch noch, kann. Bis 2006 hatte er in verschiedenen Disziplinen trainiert und gekämpft; so in Sport- und Kombat-Sambo, Taekwondo, Judo. Gestern, mit nunmehr 29 Jahren wollte er mal sehen, wo er noch steht. Ich machte mir zwar Sorgen, aber er ist schließlich erwachsen und wird schon wissen was er tut. Ein Handtuch haben wir für alle Fälle schließlich griffbereit. Anmelden und mitnehmen ist die kleinste Übung für mich. Ich sollte ihn noch nicht mal coachen, das übernahmen mit Freude JonBo und Roy. Sein Gegner war Kevin, aktuell bei 120kg. Ich gab Denis noch mit auf den Weg sich nicht treffen zu lassen. In dieser Gewichtsklasse kann schon ein einziger richtiger Treffer das Ende des Kampfes bedeuten - ich weiß wovon ich rede..... Offensichtlich beherzigte Denis meine Worte. Der Weg zum Ring und zurück dauerte länger als der ganze Kampf. Wir haben Denis gefragt, ob er mit dem Kampf zufrieden war - die Antwort: nein. Warst du mit dem Ergebnis zufrieden - die Antwort: ja. Und genau so ist es. Schade, dass Kevin schon in der ersten Aktion nach wenigen Sekunden den high kick zum Kopf schwer annahm, so dass sein Trainer Micha (freefight Team Bremen) völlig zu Recht das Handtuch warf. So konnten beide Kämpfer leider nicht zeigen, was sie drauf haben. Sowohl Denis, wie auch Kevin können deutlich mehr - aber so ist es eben im Schwergewicht. Eine genau sitzende Technik und das Spektakel ist schon vorbei.

 

JonBo´s Kampf ist wie immer auf seiner Seite verlinkt. Denis wird leider kein festes Mitglied unseres kleinen Haufens, da er berufsbedingt nach Stuttgart ziehen muss. Ich bin ganz traurig darüber. Am Boden könnten wir noch viel Spaß miteinander haben. Aber die Arbeit geht vor, sage ich immer. Seinen Kampf kann der geneigte Leser hieransehen.

 

shuruh

 


 Eintrag: 17.01.2010; 10:15 Uhr

 

Was ist ein "Irikumi"? Das haben wir uns gefragt, als die Einladung zum 8. Neujahrs-Irikumi einging. Aber es hat etwas mit Kampfsport zu tun, man schließt uns wegen unserer Verbandsfreiheit nicht vorher schon aus und es wurde von Freunden empfohlen. Also los! Am 16.01.2010 fuhren wir somit nach Halle (Saale) zum Jahresauftakt des BUDOKAN - Trainingszentrums. Fast pünktlich ging die Veranstaltung 11 Uhr los. Es trafen sich rund 80 Kämpferinnen und Kämpfer zu einem lockeren Sparring im Stand. Eine nicht allzu üppig geheizte Sporthalle wärmte sich bei den gut 3 Stunden Kampfzeit erheblich auf. Schon nach den ersten paar Runden wich das anfängliche Warmzittern einem allgemeinen Schweißausbruch. Reichlich trinken sollte dann nicht vergessen werden, man will ja schließlich nicht mit Kreislaufproblemen zuschauen müssen. 3 Minuten Sparring folgte 1 Minute Pause und dies ununterbrochen über 2 Stunden. Selbstverständlich konnte man auch mal die eine oder andere Runde aussetzen, aber das war eher die Ausnahme. Die Kämpfer sprachen in der 1-minütigen Pause die Regeln für die folgenden 3 Minuten ab, so dass oft auch Übergänge und Bodentechniken Anwendung fanden. Eine 10-minütige Pause ließ nach 2 Stunden Zeit für kleine oder große Geschäfte und bei Bedarf einem Happen zwischen die Zähne. Nach einer weiteren Stunde 3/1-Runden war diese sehr empfehlenswerte Trainingseinheit auch schon zu Ende. Unsere 3 Teilnehmer JonBo, babyface und Matze waren rundum zufrieden. Auf der Rückfahrt nach Dresden wurden die Erlebnisse von allen drei meiner Helden mit geschlossenen Augen nochmals rekapituliert..... Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. In den 3 Stunden Kampfzeit hatte man locker 40 - 45 unterschiedliche Gegner der verschiedensten Stilrichtungen, was durch kein Training der Welt - im Keller oder im Großdojo - aufzuwiegen wäre.

 

Es gab keine Verletzungen, in ganz seltenen Fällen blutete mal eine Nase oder ein kleiner Kratzer. Alle Teilnehmer zeichneten sich durch Fairness und Sportsgeist aus. Hiersind einige Impressionen von der Veranstaltung zu sehen. Auf jeden Fall werden wir auch dieses Event in unseren jährlichen Veranstaltungskalender übernehmen und allen unseren Freunden von dieser wettkampfnahen Trainingsmöglichkeit berichten. Kondition und Technik sind kaum interessanter und abwechslungsreicher zu entwickeln, als bei solchen Veranstaltungen. Gratulation den Organisatoren! Die sehr angemessene Startgebühr von 5 EUR je Kämpfer geht an die Kinder-Krebshilfe. Es wird uns eine Ehre sein wieder und mit mehr Leuten aufzulaufen. Wenn man mit seiner Teilnahme an einem unübertroffenen Stand-Sparring auch noch eine Spendeninitiative für Kinder und Jugendliche, denen keine solchen Sportfreuden möglich sind unterstützt, muss der Tag einfach herrlich sein! Im China-Restaurant der Eltern unseres Mitkämpfers Don ließen wir den Tag ausklingen. Was kann schöner sein !?

 

shuruh

 

 


Eintrag: 06.12.2009; 00.00 Uhr

 

Ein wirklich hartes Freefightevent wurde am 05.12.2009 in Berlin von JonBo erfolgreich durchgestanden. Eingeladen zum 18. Inhouse-Turnier bei MMA Berlin bekam es unser Jonny mit einem Polen zu tun, der neben einem ordentlichen Punch auch über profane Bodenkenntnisse verfügte. In einem spannenden und für Jonny in vielen Passagen auch sehr gefährlichen Kampf konnte er letztlich in der zweiten Runde durch eine harte Beinschere am Hals des Gegners diesen zur Aufgabe zwingen. Das fachkundige Publikum war von diesem Kampf total begeistert, zumal die ersten drei Kämpfe des Abends nie über eine Minute hinaus dauerten. Sowohl unser Jonny, wie auch sein polnischer Gegner zeigten zahlreiche sehr gute Aktionen, so dass lange kein Sieger auszumachen war. Erst als beide Kämpfer am Ende ihrer Kräfte waren, konnte letztlich Jonny die entscheidende submission-Technik anbringen. Auf Jonny´s Seite sind die Videos hinterlegt. Für mich war es der bisher härteste Kampf, den ein fight2gether - Kämpfer seit Gründung unseres Labels zu bestehen hatte. Jonny musste einige schwere Treffer einstecken, sein Gesicht war nach dem Kampf stark gezeichnet. Sein Stolz auf diesen Sieg kann ich nur bestärken, einen so ebenbürdigen Gegner dann doch zu besiegen ist eine wahre Meisterleistung.

 

Schade, dass niemand aus Dresden Jonny begleiten konnte. Unser Berliner Fanblock war dafür umso zahlreicher anwesend, vor allem über Uli haben wir uns sehr gefreut. Sie unterstützte dann Jonny auch wieder in der Ecke - da konnte er ja nur noch siegen..... Ein gemeinsames Abendessen bei unserem Lieblingsitaliener zusammen mit Biene rundete den gelungenen Abend würdig ab. Gonzo war dienstlich verhindert, wir haben beim Essen stets an ihn gedacht  .

 

shuruh

 


Eintrag: 15.11.2009; 12:30 Uhr

 

Das 10. Mal wurde das Eichwalder Kampfsportfestival zusammen mit der Berliner Meisterschaft der European Karate durchgeführt. Der 14.11.2009 wurde für unsere kleine Abordnung wieder einmal ein Triumpfzug. Dieses Mal dachten wir, wir sind schlau und schauen uns vorher die Kampfregeln an. Obwohl wir dies taten, gab es wieder einige Verwirrung. Ich ging beispielsweise davon aus, dass wenn es heißt: "Schienbeinschützer sind gestattet", dass man sie auch weglassen kann. Das war falsch. Nun ja, die deutsche Sprache ist schon mal schwierig - zumal die Mehrheit der angetretenen Kämpfer selbige auch nur als Zweit- oder Drittsprache beherrscht. Nichts desto trotz hatten wir viel Spaß, zumal unsere Berliner Freunde Gonzo, Biene, Uli, Dave und Bobby mit einem kleinen Fanblock auch teilnahmen.

 

Jonny konnte sich nach einigen harten und für seine Gegner oft auch blutigen Kämpfen sowohl im Grappling, wie auch im Pro-Thaiboxen jeweils den 1. Platz sichern. Er ist damit der Berliner Meister der European Karate seiner Gewichtsklasse 2009 im Pro-Thaiboxen und im Grappling - na das ist doch mal was!

 

Lucas ist im Grappling wieder einmal unbesiegt auf dem 2. Platz gelandet. Das Regelwerk punktete ihn aus, gerade einmal 2 x 2 Minuten reichen unserem Hercules eben nicht immer um klar zu machen, dass er der bessere Fighter ist. Marco musste sich ebenfalls mit einem 2. Platz begnügen. Er hatte in seiner Gewichtsklasse im Finale mit Jonny zu tun, das ist derzeit für Marco noch ein zu großer Brocken. Da muss Marco fleißig weiter trainieren, dann wird Jonny eines Tages auch für ihn besiegbar werden. Bei Toni ist endlich der Knoten geplatzt. Er konnte den Pokal für den 2. Platz seiner Gewichtsklasse mit nach Hause nehmen. Nun gilt es aber dran zu bleiben. Nur fleißiges Training können den Erfolg auf Dauer sichern.

 

Alle Kämpfer zeigten hohen Einsatz, Disziplin und zahlreiche sehenswerte Aktionen. Ich bin wie immer total stolz auf den kleinen Haufen. Mit solchen Erfolgen machen wir uns immer bekannter. Am lustigsten sind immer die ungläubigen Blicke, wenn wir von unserem Großraum-Dojo berichten....

 

Einige Fotos sind hier eingestellt. Filme kommen später, wenn ich die Fire-Wire-Karte im PC überlistet habe .

 

 shuruh

 


Eintrag: 18.10.2009; 19:25 Uhr

 

Am Wochenende 16. - 18.10.2009 waren wir nach einem Jahr Pause mal wieder auf Usedom zum nunmehr VIII. Usedomcup des Tai Jitsu - Dojos "GAI-JIN-DO" im Seebad Ahlbeck. Neben der Tatsache, dass Usedom bei jedem Wetter eine Reise wert ist, haben wir viele alte Freunde getroffen und neue Bekanntschaften geschlossen. So haben unsere Berliner Freunde wieder den Teil grappling des Turniers organisiert, obwohl einige der Schreiber und Zeitnehmer selbst angetreten sind. Frank Gläser musste diesmal eher zuschauen, eine schwere Arbeitsverletzung am linken Arm zwangen diesen in ein Tragetuch und sorgten bei allen Anwesenden für mehr (von uns) oder weniger (von seinen eigenen Leuten) Mitleid für Frank. Für unser Team war die Veranstaltung doch recht erfolgreich. Jonny konnte in seiner Gewichtsklasse sowohl im grappling, als auch im Vollkontakt jeweils den 1. Platz erkämpfen. An dieser Stelle einfach mal ein Dankeschön an die freefight-Schule Bremen zu Micha - er wird wissen warum! Matze startete ebenfalls in beiden Kategorien und konnte im Vollkontakt einen 3. Platz belegen. Im grappling hatte er genauso Pech wie Toni, trotz eines oder zweier Siege konnte das Treppchen nicht erreicht werden. Mehr Erfolg können da Marco mit einem 1. Platz und Lucas mit einem 2. Platz in ihren Gewichtsklassen aufweisen. Hier sieht man ganz deutlich, wie sich Trainingsfleiß und Disziplin auszahlt. Allen teilnehmenden Kämpfern gilt meine Hochachtung und mein Respekt - der Auftritt der Kämpfer des f2g-Teams machte unserem Namen alle Ehre.

 

Selbstverständlich waren wir auch am Ostseestrand in Ahlbeck. Die See war ziemlich kabbelig, die Ahlbecker Seebrücke wurde vorsichtshalber gesperrt. So konnten wir eben nur vom Brückenhaus aus in die weite Welt blicken. So nah an Polen sind wir auch mal über die nun auch für den Pkw-Verkehr offene Grenze innerhalb der EU gegangen und haben uns mit polnischem Proviant (Käse, Aal, Zigaretten, ...) versorgt sowie diese und jene Anschaffung getätigt.....

 

Quartier haben wir diesmal in Benz genommen, ca. 20 km von Ahlbeck Richtung Inselzentrum entfernt. Das Ferienhaus trägt den Namen "Mercedes" - wohlgemerkt in Benz. Das Objekt ist auf jeden Fall ein Geheimtipp. Für ein sehr angemessenes Entgeld sind wir zu sechst in einem erst ein Jahr bestehenden Gebäude untergekommen. Die Wohnung war groß und verfügte über alle notwendigen Annehmlichkeiten. Wenn man wie wir mit Pkw anreist, ist die Abgelegenheit eher ein Segen, als ein Problem.

 

Impressionen vom Ausflug und dem Turnier sind hier zu sehen.

 

shuruh

  


 

Eintrag: 03.10.2009; 18:00 Uhr

 

Der Ausflug nach Leipzig - kurz gesagt: ein toller Tag bei Maik Kurzhals und seinen "Wühlmäusen". Wir waren sehr gern der Einladung zum Bodentraining am heutigen 03.10.2009 gefolgt. Eine sehr gute Organisation, angemessener Kostenanteil, fast pünktlicher Beginn und faire Kämpfe zeichnen dieses Randori aus. 36 Kämpfer aus mehreren Vereinen haben in lockerer Runde ihre Techniken an wechselnden Gegnern testen können. Jeder, unabhängig vom eigenen Leistungsstand konnte umfangreiche Erfahrung sammeln. Die Einladung zur nächsten Veranstaltung wurde schon mal mündlich entgegen genommen. Maik hat schon eine kleine Tradition - immer der erste Samstag im Oktober findet diese Einladungsveranstaltung statt, das nächste Jahr am 02.10.2010. Auf jeden Fall wollen wir wieder dabei sein, möglicherweise dann mit mehr Leuten....

 

Einige Bilder sind hier zu sehen.

 

shuruh

 


 

Eintrag: 26.07.2009; 18:00 Uhr

 

Ein weiterer Ausflug nach Berlin ist leider schon wieder vorbei. TRIGOON-Dojo eröffnete eine neue Niederlassung, mitten im Plattenmilieu von Hellersdorf. Gern sind wir mit einer kleinen Abordnung der herzlichen Einladung von Gonzo gefolgt. Ca. 30 Minuten unterstützten wir die Vorführung Grappling und hatten wie immer mit unseren Berliner Freunden viel Spaß! Das von uns ersehnte gemütliche Eröffnungsraufen fiel leider etwas spärlich aus, das Augenmerk lag deutlich mehr auf dem "Tag der offenen Tür" und den abendlichen Boxkämpfen. Dafür hatten wir selbstverständlich vollstes Verständnis. Die GBA ist einer der kleineren Verbände, die den Boxsport in Deutschland voranbringen, trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - gab es spannende und abwechslungsreiche Kämpfe zu sehen. Kaum ein Duell ging über die gesamte Distanz, ein knallharter KO riss die Zuschauer von den Sitzen. Nach einem wilden und teilweise sehr emotional geführten Kampf fiel ein Kämpfer wie ein Brett um und krachte in den Ringboden. Mehrere Minuten und das Engagement des Ringarztes brachten den Profi-Newcomer wieder auf die Beine, auch wenn er bis Ende der Veranstaltung doch noch recht wackelig dem weiteren Verlauf des Abends zuschauen musste. Ein Junioren-Weltmeisterkampf über 10 Runden musste in der 4. Runde durch TKO des Titelträgers beendet werden. Der Weltmeister ist nun kein Lette mehr, sondern ein Pole. Die Zuschauer waren teilweise aus dem Häuschen (vor allem die Fans der polnischen Fighter). Eine MMA-Vorführung konnte aufgrund des Ausfalls eines Gegners nur durch eine vereinsinterne Darbietung erfolgen - schade, dass wir keinen unserer MMA-Wettkämpfer dabei hatten . Das Event endete gegen 22.30 Uhr und das neue Dojo hatte seine Feuertaufe bestanden.

 

Der neue Standort wird von Mikel geleitet, er ist nicht nur für den kämpferischen Teil, sondern auch für das gesamte Management zuständig. Ersteres ist ihm ohne weiteres zuzutrauen, ein erfolgreichen und dynamischer Schüler tritt mit gerade 20 Jahren als Aushängeschild von TRIGOON-Dojo in Hellersdorf in die erste Reihe. Ehrlich gesagt bin ich stolz, ihm die Hand gegeben haben zu dürfen! Für das Management des Standortes hat er einen bewährten und starken Helfer an seiner Seite - Gonzo. Er wird ihn sicher nach Kräften unterstützen. Wünschen wir ihm für den Start und die Fortführung eines großen Namens in Berlin (und nicht nur da!) alles erdenklich Gute und ein glückliches Händchen! Auf jeden Fall werden wir ihn besuchen - mal sehen wie wir uns durch seine Schüler durchgrappeln bzw. durch-mma-n.....

 

shuruh

 


 Eintrag: 07.06.2009; 14:00 Uhr

 

Der Preußen-Cup V in Berlin ist nun schon wieder Geschichte. Eine weitere Seite im Buch des modernen Grappling wurde voll geschrieben. Ca. 100 Kämpfer aus rund 15 Vereinen haben sich eingefunden um nach dem neuen Berliner Regelwerk ihre Besten auszukämpfen. An den Spitzenplätzen wurde es wieder enger - es ist unglaublich, was sich die letzten Jahre auf diesem Gebiet getan hat! Konnte man noch vor 5 Jahren ziemlich locker einen vorderen Platz belegen, so gibt es heute ein breites Konkurrenzfeld, in dem sich die kämpferischen (technischen und mentalen) Leistungen sehr hoch darstellen. Eine für unsere kleine Truppe gewaltige Teilnehmerzahl von 5 (in Buchstaben:  f-ü-n-f  ) Fightern konnte mit respektablen Leistungen glänzen.

 

Marco Daus, Frank und Jonny hatten sich in ihren Gewichtsklassen je den 3. Platz erkämpfen können und haben dabei nie tapen müssen. Lediglich über die neue Zeit- und Aktivitätsregel unterlagen sie nach Kampfrichterentscheidung (drei davon von mir selbst entschieden  ). Lucas hat sich etwas am Rücken verletzt und konnte keinen seiner Gegner besiegen. Allerdings gelang es auch denen nicht, unseren Herkules zur Aufgabe zu zwingen. Wiederum nur über die Aktivitätsregel wurde auch er ausgepunktet. Sebi gelang es endlich einmal eine ordentliche, seinem Leistungsniveau entsprechende Wertung zu belegen. Er erkämpfte sich den 2. Platz seiner Gewichtsklasse und unterlag lediglich im Finalkampf seinem Gegner in einem astreinen Kimura. Alle Anerkennung gilt dafür dem Gegner, denn Sebi lässt sich nicht so ohne weiteres mit so was Einfachem abfertigen.... Auch war es ein spannender Kampf, in dem Sebi mehrere heiße Chancen hatte das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Andererseits bin ich überzeugt, dass Sebi mit größerem Trainingsfleiß noch viel mehr rausholen könnte. Wer aber eben monatlich ein bis zwei Mal vorbeigeguckt kommt....

 

Für alle angetretenen fight2gether-Kämpfern eine rundherum gelungene Teamleistung. Marco begrüßen wir nun auch in den Reihen der aktiven Wettkämpfer - und das gleich mit einer Platzierung gegen 7 Gegner. Ich bin wahnsinnig stolz auf alle! Eine tolle Veranstaltung wurde durch Frank Gläser und sein Team durchgezogen und sehr gut organisiert; auch wenn das für uns Dresdner hieß: 07:30 Uhr starten und erst 22:30 Uhr wieder zu Hause zu sein. Unsere Berliner Freunde sind eine Reise schließlich immer wert:

 

BERLIN - BERLIN - wir fahren nach BERLIN !!!

 

shuruh

 


Eintrag: 18.04.2009; 23:00 Uhr

 

Eine mitreisende Veranstaltung ging gefühlt viel zu schnell zu Ende. Tatsächlich dauerte die Capital-Grappling-Challange am 18.04.2009 in Berlin aber viel länger als selbst so erfahrene Veranstalter wie Frank Gläser und Gonzo dachten. Nachdem es fast pünktlich 12.30 Uhr losging, bot sich den Zuschauern eine Kampfsportgala vom Feinsten. Wir Dresdner gingen davon aus, so gegen 18 Uhr wieder Heimatluft zu schnuppern. Weit gefehlt! Das gewaltige Teilnehmerfeld (~ 100 Fighter) forderte die Kampfrichter auf 3 Matten in einen Kampfmarathon von fast 6 Stunden und dann standen auch noch die Finalfights an. Schade, dass von unseren Leistungsträgern nur Jonny Zeit hatte. Das Konkurrentenfeld war beachtlich, die Challenge von höchstem Niveau. Jonny konnte sich in seiner Gewichtsklasse nach 4 Kämpfen den 3. Platz sichern. Eine respektable Leistung, mit der wir sehr zufrieden sind. Lukas konnte angesichts der sehr guten Gegner leider keinen Sieg für sich verbuchen, hat sich aber teuer verkauft und stets fast über die gesamte Kampfdistanz von 7 Minuten gehalten, was im Verhältnis zum Trainingsfleiß allein schon beachtlich ist. Toni hat zwar zumindest ein Mal siegen können, das reichte aber eben nur für den undankbaren Platz 4 - Es ist halt nicht einfach, wenn man in der Gewichtsklasse von Oleg rangiert....

 

shuruh

 


 Eintrag: 17.02.2009; 21:00 Uhr

 

14.-15.02.2009 - 24-h-MMA - ein Weltrekord der FFA! Eine Stunde Training, 5 Minuten Pause; nach 6 Stunden gewaltige 10 Minuten Pause. So waren die Regeln. Ein Super-Dirty-Weekend! 136 angetretene Teilnehmer, 81 haben die Tortour überlebt. Und wir waren mal wieder dabei. Frank hat es am frühen Morgen des 15.02. (nach ca. 16 Stunden MMA-Training) auf dem Punkt gebracht: "Ich bin in der Hölle! Wann ist das zu Ende?" Eine verrückte Veranstaltung, genau so, wie wir den Präsidenten der FFA, Andreas Stockmann eben kennen. Leider hatte Frank am Abend des 14.02., infolge des freilich gern getrunkenen Ayran's, einen ordentlichen Durchfall. Er musste die Matte während des Trainings für eine Minute verlassen, um seine Trainingspartner im wahrsten Sinne des Wortes nicht anzuscheißen. Er kehrte sofort auf die Matte zurück, unbemerkt von den Trainern. Aber die Regel lautet eben durchhalten... Frank war enttäuscht von sich und hat sich selbst das Teilnehmerbändchen abgerissen - neben der sportlichen auch eine charakterliche Höchstleistung! Aber selbstverständlich haben sowohl Jonny, für den es eines der berüchtigten Geburtstagsgeschenke vom Trainer war, als auch Frank, der ihm kameradschaftlichen Beistand gewährte, bis zum Ende alle Trainingseinheiten durchgezogen. Frank eben nur 1439 der 1440 Minuten.....

 

Ein paar Bildimpressionen wurden hier zusammengestellt.

 

shuruh


Eintrag: 03.02.2009; 13.00 Uhr

 

Ein erlebnisreiches Wochenende liegt hinter uns. Der Besuch bei unseren Bremer Freunden war ein würdiger Jahresauftakt und brachte die mitgereisten Kämpfer wieder ein gewaltiges Stück im Standkampf voran. Erlerntes wurde überprüft und bestätigt; Neues vorgeführt und adaptiert. Noch nie waren wir so zahlreich unterwegs! Neben alten Bekannten konnten wir zwei neue Kämpfer vorstellen und die Bremer FFA-Schule wartete ebenfalls mit vertrauten Gesichtern und neuen Fightern auf. Wir danken Micha für die Gastfreundschaft, die netten Stunden gemeinsam und hoffen auf baldigen Gegenbesuch bei uns in Dresden. Der Termin ist ja schon besprochen; bleibt nur noch zu organisieren, dass auch welche mitkommen!!!

 

shuruh